Sechs Spiele, zwei Niederlagen, nur drei Siege und zuletzt ein 1:1 gegen die Wolverhampton Wanderers: beim Fußball-Klub Manchester United hängt der Haussegen schief. Nun gehen auch noch Spieler und Trainer in der Öffentlichkeit aufeinander los. Während Teammanager José Mourinho seine Stars der Lässigkeit bezichtigte, kritisierte Mittelfeldstar Paul Pogba die Taktik des Portugiesen.
"Wir spielen zuhause und da sollten wir viel besser gegen die Wolves spielen", sagte Pogba und erklärte: "Wenn wir zuhause spielen, sollten wir angreifen, angreifen, angreifen. Das ist Old Trafford!" Die Teams, die ins altehrwürdige Stadion kommen, seien verängstigt, wenn sie sehen, dass United angreift, so der Franzose weiter: "Das war unser Fehler!"
Der 25-Jährige erinnerte an Spiele der letzten Saison, die mit anderer Taktik deutlich erfolgreicher verliefen. "Wir sollten attackieren und pressen, wie wir es damals gegen Tottenham, Liverpool, Chelsea und Arsenal gemacht haben", empfahl Pogba und fügte an: "Wenn wir so spielen, ist es viel einfacher für uns."
"Brauchen mehr Spieloptionen"
Darauf angesprochen, was denn das Team davon abhalte, in den Angriffsmodus zu schalten, deutete der französische Nationalspieler auf Mourinho. "Ich bin nur ein Spieler. An mir liegt es nicht. Ich bin nicht der Trainer", sagte Pogba. Er könne der Mannschaft nicht einfach sagen, dass sie angreifen soll. "Aber es ist doch ganz deutlich, dass wir mehr Spieloptionen brauchen", fügte der Mittelfeldmann an.
Durch das Remis gegen die Wanderers hätte United am Ende zwei Punkte verschenkt, so der 25-Jährige. "Wir haben zwar nicht verloren, aber aus meiner Sicht hätten wir gewinnen müssen. Wir sind zuhause, das sind drei Punkte, die wir uns hätten holen müssen."
Mourinho wiederum hatte seine Stars für die schlechte Ausbeute verantwortlich gemacht. "Ein Team hat heute gekämpft, als ob ihr Leben davon abhinge, das andere war zu entspannt auf dem Platz", sagte der Coach nach der Partie und setzte noch einen drauf: "Selbst wenn man gegen einen schwächeren Gegner antritt, reicht es nicht, wenn man nur 30 Prozent seines Potenzials abruft."


























