Alba Berlin hat den großen Rivalen Bayern München geschockt und die Finalserie in der Basketball Bundesliga mit einem Auswärtssieg eröffnet. Die junge Mannschaft aus der Hauptstadt gewann das erste Duell in München am Sonntag mit 106:95 (46:38) nach Verlängerung und klaute dem Hauptrundensieger damit gleich den Heimvorteil. Das zweite Spiel der Best-of-five-Serie steigt am Donnerstag (19:00 Uhr) in Berlin.
"Gegen die Bayern ist es immer so emotional, sie sind einfach unsere Rivalen", sagte Albas Marius Grigonis, mit 30 Punkten Topscorer der Begegnung, bei Telekom Sport: "Wir haben gewonnen, weil wir die Besseren waren."
Der frühere Serienmeister aus der Hauptstadt tritt in dieser Saison mit dem jüngsten Kader der Vereinshistorie an und darf sich spätestens jetzt Hoffnung auf den lang ersehnten Titel machen: Seit zehn Jahren wartet Alba auf die neunte deutsche Meisterschaft. Die Bayern könnten sich zum vierten Mal nach 1954, 1955 und 2014 krönen. Vor vier Jahren hatten sie sich in den Finals gegen Berlin mit 3:1 durchgesetzt.
Schlechte Freiwurfquote und viele Ballverluste
Nun erlaubte sich München aber einen extrem schläfrigen Beginn. Nach rund zwei Minuten stand es 2:9 aus Sicht des Hauptrundensiegers, erst danach gelang es den Gastgebern, das Spiel ein wenig zu beruhigen und ihre überlegene Physis besser zu nutzen. Pünktlich zum Ende des ersten Viertels ging München erstmals in Führung (21:20) und hatte nun scheinbar die Kontrolle zurückerobert.
Doch der Start in den zweiten Abschnitt wurde zum Deja-vu: Schon wieder gelang Alba ein 9:2-Lauf, und die Bayern bekamen den Gegner dieses Mal nicht so schnell in den Griff. Eine zwischenzeitlich extrem schlechte Freiwurfquote von 25 Prozent und auch einige unnötige Ballverluste trugen ihren Teil dazu bei, zur Halbzeit lag Berlin mit acht Punkten in Führung.
Grigonis schraubt Punkte-Konto nach oben
"Wenn wir weiter unsere Dreier treffen und das Spiel schnell halten, dann sieht es gut aus", sagte Albas Co-Trainer Thomas Päch in der Pause. Doch nach dem Wiederbeginn sah es zunächst danach aus, als würde das Spiel schnell kippen. Bayerns Nihad Djedovic erzielte sieben Zähler in Serie und brachte sein Team heran.
Vor allem Grigonis half den Berlinern in dieser Phase, sorgte mit zwei erfolgreichen Dreiern innerhalb von rund 20 Sekunden für ein wenig Ruhe in der Halle. Doch das Spiel wogte nun hin und her. Ein 11:0-Lauf der Bayern leitete die höchst spannende Schlussphase ein, die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.
Diese konnte Berlins herausragender Akteur nicht mehr bestreiten, Grigonis musste nach dem fünften Foul vom Parkett. Angeführt von Hauptrunden-MVP Luke Sikma gelang der wichtige Auswärtssieg dennoch.






















