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Gehen oder bleiben: Kiel und VfL vor Showdown gelassen

Unabhängig vom Ausgang der Relegation stehen für beide Vereine Umbrüche an
Unabhängig vom Ausgang der Relegation stehen für beide Vereine Umbrüche an
Foto: © getty, Ronny Hartmann
21. Mai 2018, 08:17

Vor dem Spiel um den letzten Startplatz in der Fußball-Bundesliga haben sich Holstein Kiel und der VfL Wolfsburg gelassen gegeben.

Nervosität und Anspannung wollten sich Trainer und Spieler vor dem Relegations-Rückspiel zwischen dem Zweitliga-Dritten aus Schleswig-Holstein und dem Bundesliga-16. aus Niedersachsen nicht anmerken lassen. Dabei geht es am heutigen Pfingstmontag nicht nur um die Ligazugehörigkeit für die kommende Saison, sondern dank der TV-Einnahmen auch um viel Geld.

Die Wolfsburger sind mit einem 3:1-Vorsprung aus dem Hinspiel am Donnerstag zur entscheidenden Partie an die Förde gereist. "Es geht darum, die richtige Mischung zwischen Lockerheit und Anspannung zu finden", erklärte VfL-Trainer Bruno Labbadia. Zugleich warnte der 52-Jährige, der einst schon den HSV in der Relegation gerettet hatte: "Vorsicht, es ist erst Halbzeit."

Vor allem die letzten 20 Minuten hatten ihm klar gemacht, dass das Überraschungs-Team aus Kiel noch gefährlich werden kann. "Wir müssen nichts anderes machen als sonst. Wir müssen rausgehen und unser Spiel durchbringen", sagte Labbadias Holstein-Kollege Markus Anfang.

2300 Wolfsburger reisen nach Kiel

Er traut seiner Mannschaft einen Sieg in seinem letzten Spiel als Kiels Cheftrainer zu. Aber: "Ob es gelingt, zwei Tore aufzuholen, kann man nicht planen", meinte Anfang, der zur neuen Saison zum Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln wechselt. Der Aufstieg wäre das perfekte Ende seiner Dienstzeit an der Förde, nachdem er den Klub erst im vergangenen Jahr in die 2. Bundesliga geführt hatte. Die Partie im kleinen Holstein-Stadion ist mit 12.000 Zuschauern ausverkauft, 2300 Wolfsburger Fans werden erwartet.

Unabhängig vom Ausgang der Relegation stehen für beide Vereine Umbrüche an. In Kiel wird spekuliert, dass neben Trainer Anfang auch Sportdirektor Ralf Becker den Klub verlässt, mögliches Ziel Bundesliga-Absteiger Hamburger SV. Zudem haben etliche Spieler nach ihrer starken Saison Interesse geweckt.

Beim VfL Wolfsburg soll sich eine Saison wie in den vergangenen beiden Spielzeiten nicht noch einmal wiederholen. Die Zukunft von Labbadia ist offen und hängt wahrscheinlich vom künftigen Sport-Geschäftsführer ab. Diese Rolle soll laut Medien Jörg Schmadtke einnehmen. Zudem wird die Mannschaft erheblich umgebaut.

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