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Freiburg will erneutes Horror-Szenario verhindern

Christian Streich hat keine guten Erinnerungen an den letzten Spieltag der Saison 2014/15
Christian Streich hat keine guten Erinnerungen an den letzten Spieltag der Saison 2014/15
Foto: © getty, Alex Grimm
09. Mai 2018, 13:26

Der SC Freiburg befindet sich in einer vermeintlich komfortablen Situation. Ein Unentschieden genügt gegen den FC Augsburg, um sich zu retten. Doch die Lage ist trügerisch - der Sport-Club kann ein Lied davon singen.

Christian Streich ist gewarnt. Es war schließlich schon einmal so, dass dem SC Freiburg ein Unentschieden am letzten Spieltag für den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gereicht hätte. Trotzdem ging es am Ende der Saison 2014/15 eine Etage tiefer, Tränen kullerten auch beim Kult-Trainer - der solch eine Achterbahnfahrt nicht nochmal erleben will.

"Abstiege sind sportlich gesehen ein Horror. Das ist furchtbar", sagte Streich zuletzt: "Und für die Psyche ist das wirklich der Wahnsinn." Allein deshalb muss am Samstag (15:30 Uhr) gegen den FC Augsburg aus Freiburger Sicht alles anders laufen als an jenem 23. Mai 2015.

Damals waren die Breisgauer als Tabellen-14. nach Hannover (15.) gereist. Alles wäre perfekt gewesen, wenn das erhoffte Remis eingetreten wäre. Doch die Freiburger verloren, die anderen Konkurrenten siegten - und der Sport-Club stand nach 34 Spieltagen wegen der dramatischen Kehrtwende binnen weniger Minuten auf dem 17. Rang.

Streich bleibt gelassen: "Bei uns war nicht alles schlecht"

Von einem derart tiefen Fall werden die Freiburger in dieser Woche ganz sicher verschont bleiben. Selbst wenn alles gegen den SC laufen sollte, steht noch immer der 16. Rang und die Relegation als zusätzlicher Rettungsanker zu Buche. Auch deshalb sagte Streich, dass sich die Situation im Vergleich zum vorletzten Spieltag "für uns zum Glück verbessert hat".

Und das mutet dann doch ein wenig seltsam an, schließlich hatte Freiburg bei Borussia Mönchengladbach 1:3 verloren. Aber: Die Konkurrenten kassierten ebenfalls Niederlagen, und ihre Darbietungen gaben keinesfalls Grund zur Hoffnung. "Bei uns", sagte Streich hingegen, "war nicht alles schlecht. Wir haben sogar vieles ganz gut gemacht."

Ein Lichtblick war dabei der oftmals gescholtene Tim Kleindienst, der gegen Gladbach seinen ersten Treffer im Oberhaus erzielt hatte. Seine Gefühlslage, verriet der 22-Jährige, wäre sicherlich viel besser, "wenn wir einen Punkt geholt hätten". Das soll nun am Samstag gelingen.

Freiburg gibt alles für einen Punkt

"Wir werden alles reinhauen, was wir noch im Tank haben", sagte Kleindienst. Auch gegen einen FCA, für den es um nichts mehr geht, "müssen wir alles alles reinhauen, um den Punkt zu holen und für den Klassenerhalt nochmals alles reinlegen, was in uns steckt".

Mit diesem Elan wird wahrscheinlich auch Streich wieder an der Seitenlinie seine Kommandos geben. Denn den Abstieg will der 52-Jährige nicht noch einmal erleben, die Folgen nicht noch einmal verarbeiten. "Ich bin gottfroh", sagte er, "dass wir uns mit einem Unentschieden retten können".

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