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"Brutalster Absturz": 1. FC Köln will aus Fehlern lernen

Dominic Maroh verneigt sich vor den feiernden Köln-Fans
Dominic Maroh verneigt sich vor den feiernden Köln-Fans
Foto: © getty, Maja Hitij
06. Mai 2018, 11:09

Keine Trauer, keine Weltuntergangsstimmung. Im Gegenteil: Die Fans des 1. FC Köln machten sich und ihren Lieblingen Lust auf die Zweitklassigkeit und beeindruckten damit sogar den Gegner.

"Ich hoffe, dass sie nach einem Jahr wiederkommen. Denn ich würde hier schon noch gerne einige Male spielen", sagte Weltmeister Mats Hummels nach dem 3:1 (0:1) von Meister Bayern München beim Absteiger.

Auch Bayern-Coach Jupp Heynckes gönnt dem "Effzeh" nur das Beste für die kommende Spielzeit: "Ich wünsche dem 1. FC Köln, dass er wieder zu einer Einheit findet und wieder ins Oberhaus marschiert. Für jeden Spieler ist es etwas Besonderes, in solch einer Kulisse zu spielen."

Deutliche Signale für das Projekt direkter Wiederaufstieg haben Profis wie Jonas Hector, Timo Horn, Marcel Risse oder Marco Höger mit ihrem Treuebekenntnis zum FC bereits gegeben. Auf dieses Quartett kann der neue Trainer Markus Anfang, der mit Holstein Kiel noch den Durchmarsch in die Erstklassigkeit schaffen kann, getrost bauen.

Timo Horn: "Das Emotionale ist einmalig"

Und alle können sich auf die Fans verlassen: Minutenlang feierten sie, ließen fast vergessen, dass der sechste Abstieg schon vor der Niederlage gegen den Rekordmeister klar war. "Das Emotionale ist einmalig", befand Keeper Horn, ohne zu ignorieren, dass der Absturz von Platz fünf der Vorsaison auf Rang 18 einen gewaltigen Lernprozess nach sich ziehen muss.

"Diese sehr schlechte Saison haben wir zu verantworten." Klare Worte des 24 Jahre alten Horn, der deutlich machte, dass es jetzt die Bringschuld des Teams ist, das Ganze mit dem sofortigen Wiederaufstieg zu korrigieren. "Man muss aus Fehlern lernen. In dieser Saison haben wir sehr viele gemacht" - diese Selbsterkenntnis kommt indes zu spät.

"Unter Peter Stöger eine Ära geprägt"

Der vom FC scheidende Innenverteidiger Dominic Maroh blickte mit Wehmut auf sechs Jahre in Köln zurück und sprach davon, dass es "der brutalste Absturz" gewesen sei, den man haben konnte. Dennoch hielt der 31-Jährige mit Stolz fest: "Wir haben unter Peter Stöger eine Ära geprägt."

Mit Markus Anfang soll es den Versuch geben, Ähnliches zu schaffen wie mit dem langjährigen FC-Erfolgscoach Stöger: aufsteigen, drinbleiben, sich etablieren. Marcel Risse versprach's schon fast, als er in die Zukunft der Zweitklassigkeit blickte: "Wir müssen in der nächsten Saison alles dransetzen, das wieder auszubügeln."

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