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VfL verpasst Entscheidung und taumelt Abstieg entgegen

Die Wolfsburger haben am kommenden Spieltag wieder ein Endspiel vor der Brust
Die Wolfsburger haben am kommenden Spieltag wieder ein Endspiel vor der Brust
Foto: © getty, Matthias Kern
05. Mai 2018, 17:30

Der VfL Wolfsburg taumelt dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga entgegen. Am vorletzten Spieltag gingen die Wölfe bei RB Leipzig nach bösen Patzern mit 1:4 (0:2) unter.

Mit 30 Punkten rangiert die Werkself weiter auf Relegationsplatz 16. Der starke Ademola Lookman (24./52.), Timo Werner (34.) und Jean-Kévin Augustin (63.) trafen für RB, Daniel Didavi (47.) netzte für Wolfsburg ein.

Vizemeister Leipzig beendete im letzten Heimspiel der Saison seine Schwächephase von fünf Pflichtspielen ohne Sieg und liegt weiter auf Europa-League-Kurs. Am letzten Spieltag tritt die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl bei Hertha BSC an, Wolfsburg erwartet am Samstag den bereits abgestiegenen 1. FC Köln.

Vor 41.487 Zuschauern ging Leipzig stark ersatzgeschwächt in die Partie. Neben Abwehrspieler Willi Orban fehlten die wichtigen Spielmacher Emil Forsberg und Naby Keita, die alle gesperrt waren.

So kam viel Arbeit auf Kevin Kampl zu, der im Mittelfeld als Kreativer die Fäden ziehen sollte. Ihm attestierte Dominik Kaiser, der sein letztes Heimspiel für RB machte und den Klub am Ende der Saison nach sechs Jahren verlässt.

VfL bekommt Lookman nicht unter Kontrolle

Die Wölfe, die im Sturm doch auf den zuletzt angeschlagenen Daniel Didavi setzen konnten, kamen eigentlich gut ins Spiel und hatten durch Divock Origi und Josip Brekolo die ersten Chancen des Spiels. Doch mehr und mehr übernahmen die Gastgeber die Initiative und besaßen in Lookman einen ständigen Unruheherd, den Wolfsburg so gar nicht auf der Rechnung zu haben schien.

Wolfsburg wirkte durch das 0:1 regelrecht geschockt und leistete sich im Abspiel immer wieder kapitale Fehler. Ein Patzer führte auch zum 0:2. Nach einer Hereingabe von Augustin trat Felix Uduokhai neben den Ball. Werner, der den Angriff selbst eingeleitet hatte, nahm das Geschenk dankend an und schoss zur beruhigenden 2:0-Führung ein. Kurz zuvor hatte Augustin ein Abseitstor erzielt.

Nächster Dämpfer folgt schnell

Wesentlich konzentrierter gingen die Wölfe, die extra ein Kurztrainingslager in Thüringen eingelegt hatten, zu Beginn der zweiten Halbzeit zu Werke. Nach einer schönen Ballstafette und einer Flanke von links war Didavi zur Stelle und ließ die Gäste mit seinem Treffer zum 1:2 wieder hoffen. Leipzig war wohl noch mit den Gedanken in der Kabine. Kurz darauf hätte der eingewechselte Nany Dimata per Kopfball fast das 2:2 erzielt.

Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia witterte die Chance und trieb seine Spieler wild gestikulierend nach vorne, doch der erneute Dämpfer ließ nicht lange auf sich warten. Nach zwei erneuten Patzern von Uduokhai legte Werner auf Lookman ab, und der 20 Jahre alte Brite stellte mit seinem zweiten Treffer den alten Torabstand wieder her. Augustin machte mit dem 4:1 frühzeitig alles klar.

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