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Totgesagte leben länger! HSV holt Big-Points beim VfL

HSV-Coach Christian Titz (li.) ist der Mann der Stunde
HSV-Coach Christian Titz (li.) ist der Mann der Stunde
Foto: © getty, Martin Rose
28. April 2018, 17:22
sport.de
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Totgesagte leben offenbar wirklich länger: Der schon längst für abgestiegen erklärte Hamburger SV darf wieder mehr denn je auf ein Wunder im Kampf um den Klassenerhalt hoffen. Die gnadenlos effektive Mannschaft von Trainer Christian Titz gewann am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga das Kellerduell beim VfL Wolfsburg von Ex-Retter Bruno Labbadia verdient mit 3:1 (2:0) und verkürzte den Rückstand auf die Werkself auf nur noch zwei Punkte.

Bobby Wood per Foulelfmeter (43.), Lewis Holtby (45.+1.) und Luca Waldschmidt (90.+3) nach einem verschossenen Foulelfmeter von Teamkollege Filip Kostic trafen für den HSV, Josip Brekalo (78.) erzielte den Treffer für den VfL. In Wolfsburg wird damit wieder kräftig gezittert, die Hausherren blieben vor 29.400 Zuschauern in einer intensiven Partie - 24 Stunden nach der Trennung von Sportdirektor Olaf Rebbe - nahezu alles schuldig.

Bei noch zwei ausstehenden Spielen sind die Hamburger zwar weiter Vorletzter, aber nach dem dritten Sieg in den letzten vier Spielen wächst beim Bundesliga-Dino der Glaube, den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte wieder abwenden zu können. Wolfsburg kann sich weiter aus eigener Kraft retten, muss in dieser Verfassung aber wie in der Vorsaison die Relegation fürchten.

"Wir spielen auf Sieg, wir müssen drei Punkte holen", hatte Titz vor der Partie gesagt und brachte für die Abteilung Attacke etwas überraschend den zuletzt nicht mehr berücksichtigten Wood von Anfang an. Labbadia musste auf den angeschlagenen Daniel Didavi verzichten, insgesamt nahm er sechs Wechsel im Vergleich zum 0:3 in der Vorwoche in Mönchengladbach vor.

Kampf mit offenem Visier

Beide Teams zeigten von Beginn an keinerlei Zurückhaltung, allerdings wurde auch immer wieder klar, warum sowohl der HSV als auch Wolfsburg im Tabellenkeller stecken. Allzu oft blieben die Bemühungen zu unpräzise, oder es fehlte das richtige Timing, oder die Nerven spielten nicht mit. Wolfsburgs Renato Steffen schaffte es tatsächlich, aus vier Metern drei Meter über das Tor zu schießen (13.).

Von den Hamburgern war lange offensiv noch weniger zu sehen, echte Torchancen blieben zunächst Mangelware. Tatsuya Ito, Aaron Hunt, Filip Kostic und Wood fanden kaum einmal eine Lücke in der Wolfsburger Abwehr. Und in manchen Momenten fehlte auch ein bisschen der Mut, ins nötige Risiko zu gehen. Den Strafstoß - die erste wirkliche Möglichkeit der Hamburger, verwandelte Wood aber eiskalt. Es war das erst zweite Saisontor des US-Amerikaners, nachdem er am 2. Spieltag getroffen hatte.

Danach standen die Wolfsburger sichtlich unter Schock, der HSV blieb bissig und stach erneut zu. Eine optimal gespielte Flanke von Ito verlängerte Holtby mit dem Kopf ins lange Eck.

Die Hamburger, bei denen Holtby und Kyriakos Papadopoulos überzeugten, verwalteten anschließend ihre Führung, Wolfsburg schaffte es nur noch sporadisch, gefährlich zu werden. In der 66. Minute verfehlte Maxi Arnold knapp das Tor, Brekalo gelang nur noch der Anschluss.

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4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart24144648:321646
5RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig24135646:331344
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen24134745:291643
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt2497848:49-134
8SC FreiburgSC FreiburgFreiburg2496934:39-533
9FC AugsburgFC AugsburgAugsburg24941130:41-1131
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11Hamburger SVHamburger SVHamburger SV24681026:35-926
12Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach24671127:39-1225
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15FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli24651323:40-1723
16SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder24571225:44-1922
17VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg24551433:53-2020
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