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Hoffenheim jubelt! Vierter dank Kramaric-Dreierpack

Andrej Kramaric (r.) war mit drei Treffern der gefeierte Held der TSG
Andrej Kramaric (r.) war mit drei Treffern der gefeierte Held der TSG
Foto: © getty, Matthias Hangst
27. April 2018, 22:22

Der "kroatische Kracher" lässt den Kraichgau von der Königsklasse träumen: Dank des ersten Bundesliga-Dreierpacks von Andrej Kramaric (16./50./86.) gewann 1899 Hoffenheim zum Auftakt des 32. Spieltags 3:1 (1:1) gegen Trubel-Klub Hannover 96.

Damit kletterte die TSG zumindest vorübergehend auf den vierten Platz, der erstmals zur direkten Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League berechtigt.

Durch den Sieg sind die Hoffenheimer seit nunmehr neun Partien ungeschlagen. Dagegen warten die Niedersachsen, die seit einem halben Jahr auswärts nicht mehr gewonnen haben, weiter auf ihren ersten Sieg in Sinsheim - daran änderte auch der Treffer von Kenan Karaman (24.) nichts.

Julian Nagelsmann, Trainer von 1899 Hoffenheim, freute sich nach der Partie bei "Eurosport": "Wir sind gut reingekommen, aber haben dann irgendwann alles aus dem Stand gespielt und mit zu großer Distanz. Der Sieg war aber insgesamt verdient. Wenn wir uns für die Champions League qualifizieren, wäre das eine Sensation, schon die Europa League wäre ein richtig großer Erfolg."

Die Kraichgauer, die auf die verletzten Benjamin Hübner, Dennis Geiger und Stefan Posch sowie auf den gesperrten Florian Grillitsch verzichten mussten, belegten am Ende der vergangenen Saison den vierten Rang. In den Playoffs zur Königsklassen-Gruppenphase scheiterte die TSG am FC Liverpool, der mittlerweile kurz vor dem Einzug ins Endspiel steht. Die Hoffenheimer mussten anschließend in der Europa League antreten und schieden in der Gruppenphase aus.

Beim Aufsteiger aus Hannover hatte in den Tagen vor der Partie die Causa Horst Heldt für Wirbel gesorgt. Zuletzt hieß es dazu, dass der 48 Jahre alte Manager doch nicht zum niedersächsischen Landesrivalen VfL Wolfsburg wechseln wird. Die Klubs wurden sich bei den Ablöseverhandlungen nicht einig. Heldts Vertrag läuft noch bis 2020.

Kind äußert sich in der Causa Heldt

"Bei den wirtschaftlichen Fragestellungen waren wir dann doch deutlich auseinander", sagte Hannovers Klubchef Martin Kind bei "Sky Sport News HD": "Der VfL Wolfsburg hat uns dann signalisiert, dass auch sie sich mit dem Thema nicht mehr weiter beschäftigen." Kurz vor dem Anpfiff wurde das Thema allerdings wieder aktuell, da sich der VfL von seinem Sportchef Olaf Rebbe trennte.

Vor 26.452 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena gaben die Hoffenheimer in der Anfangsphase mächtig Gas. Kramaric (7.) und Kerem Demirbay (11.) konnten die sich bietenden Chancen aber nicht nutzen. Die Gäste fanden zunächst in der Offensive kaum statt.

Nach einem haarsträubenden Fehler von Hannovers Innenverteidiger Salif Sane und der Vorarbeit Gnabrys brachte Kramaric die Gastgeber in Führung. Gnabry verletzte sich in der Szene allerdings am Oberschenkel und musste raus. Für die Leihgabe von Bayern München kam der Schweizer Steven Zuber.

Kramaric mit feinem Lupfer zur Entscheidung

Der Ausgleich für Hannover nur acht Minuten nach dem Rückstand fiel aus dem Nichts. Nach Vorarbeit des Ex-Hoffenheimers Pirmin Schwegler hatte Karaman aus kurzer Distanz keine Mühe. Der unerwartete Gegentreffer brachte die TSG aus dem Konzept, Karaman hätte fast nachgelegt (33.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hoffenheimer den Druck - mit Erfolg: Das Tor von Kramaric, der eine Ecke Demirbays volley verwandelte, war eine Augenweide. Wie schon Gnabry musste auch der zweite Vorlagengeber verletzt raus. Für Demirbay kam Ermin Bicakcic (68.). Im Anschluss drängte Hannover auf den Ausgleich, Hoffenheim kam ins Schwimmen - doch mit einem feinen Lupfer machte Kramaric schließlich alles klar.

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