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Köln holt bittersüßes Remis gegen überlegene Schalker

Marcel Risse (re.) traf per Freistoß zum Ausgleich
Marcel Risse (re.) traf per Freistoß zum Ausgleich
Foto: © getty, Maja Hitij
22. April 2018, 20:03

Auch wenn der Kölner Abstieg nun praktisch besiegelt ist, erhoben sich die Zuschauer nach dem Abpfiff und spendeten den verzweifelten Spielern minutenlang Applaus. Nicht nur bei Torwart Timo Horn flossen die Tränen nach dem 2:2 (1:2) vor eigenem Publikum gegen den FC Schalke 04.

"Jeder Gang zu den Fans ist nicht einfach. Aber nicht, weil man etwas befürchtet", sagte Marcel Risse. Der Mittelfeldspieler zeigte mit seinem Ausgleichstreffer, dass die Moral beim Tabellenletzten ungebrochen ist. "Das ist keine Söldner-Truppe, das ist eine Mannschaft, die den FC liebt und lebt", sagte Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck. Sauer war dagen sein Kollege Domenico Tedesco: "Arroganter kann man nicht spielen", schimpfte er bei "Sky".

Nach 0:2-Rückstand holten die Kölner gegen den Tabellenzweiten aus Schalke noch einen Punkt, doch der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt drei Spiele vor dem Saisonende acht Zähler, der sechste Abstieg ist kaum noch zu verhindern. Den Schalkern tun die verschenkten Punkte kaum weh. Bei sieben Punkten Vorsprung auf Rang fünf ist das Comeback in der Champions League nach vier Jahren fast schon sicher.

"Von Champions League brauchen wir momentan gar nicht reden. Da gibt es Mannschaften, die das besser machen", sagte Tedesco. Der Trainer war nicht gut auf seine Spieler zu sprechen. "Fahrlässigkeit, Arroganz, das kann man nennen wie man will", meinte er und bemängelte die fehlende Chancenverwertung. "Wir haben die Torchancen nicht genutzt. Das darf uns nicht passieren."

Konoplyanka überzeugt

Nach Toren von Breel Embolo (5.) und des überragenden Yevhen Konoplyanka (23.) schienen die unter der Woche im Pokal-Halbfinale an Frankfurt gescheiterten Gelsenkirchener auf dem besten Weg zum siebten Sieg aus den letzten acht Spielen. Köln schlug durch Leonardo Bittencourt (26.) und Risse (83.) zurück.

Der Europa-League-Teilnehmer aus Köln, der auch noch eine um 14 Treffer schlechtere Tordifferenz als der 16. Freiburg hat, konnte sich auf den sechsten Absturz nach 1998, 2002, 2004, 2006 und 2012 lange vorbereiten, auch wenn in der Rückrunde nach Derby-Siegen gegen Mönchengladbach und Leverkusen sowie einem Überraschungs-Erfolg in Leipzig immer wieder Hoffnung aufkeimte. Seit dem 3. Spieltag steht der FC durchgängig auf einem Abstiegsplatz.

Nur Arminia Bielefeld (7) und der 1. FC Nürnberg (8) sind öfter als sechsmal aus der 1. Liga abgestiegen. Die direkte Rückkehr des ersten Bundesliga-Meisters soll der gebürtige Kölner Markus Anfang als Trainer schaffen, der aktuell noch mit Holstein Kiel um den Aufstieg ins Oberhaus kämpft.

40 Blitzeinschläge vor dem Spiel - Boden triefend nass

Vor dem Spiel hatte es ein kräftiges Gewitter rund um das Stadion gegeben. Nach Angaben des FC wurden im Umkreis von zwei Kilometern 40 Blitzeinschläge notiert, einer davon direkt auf den Vorwiesen der Kölner WM-Arena. Verletzt wurde offenbar niemand, die Partie vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion begann pünktlich. Während des Spiels blitzte es nicht, regnete und hagelte aber immer wieder, der Platz war entsprechend schwer bespielbar.

Die auf fünf Positionen gegenüber dem Pokal-Aus veränderten Schalker begannen druckvoll und wurden früh belohnt: Embolo vollendete einen sehenswerten Konter nach Vorlage Konoplyankas aus kurzer Distanz. Kölns Dominique Heintz prallte beim Rettungsversuch mit voller Wucht gegen den Pfosten, konnte aber weiterspielen.

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Als der im Pokal nur eingewechselte Konoplyanka beim 2:0 erneut die Schwäche der Kölner auf der rechten Abwehrseite ausnutzte, schien das Spiel entschieden. Doch die vor allem im defensiven Mittelfeld überforderten Kölner zeigten zumindest Moral: Nach Vorlage von Nationalspieler Jonas Hector, den Trainer Stefan Ruthenbeck zentral offensiv statt links defensiv aufgestellt hatte, traf Bittencourt.

Nach der Pause verflachte die Partie. Die Schalker konzentrierten sich auf ihre Kompaktheit, Köln fehlten über weite Strecken die Mittel. Der ansonsten fast nicht in Erscheinung getretene Simon Terodde scheiterte an Ralf Fährmann (55.). Kurz vor Schluss patzte Schalkes Schlussmann, doch der Ausgleichstreffer wird den Kölnern nichts mehr nützen.

16. Spieltag
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Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
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3
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3
1
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Freiburg
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Hamburger SV
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1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
2
0
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
2
1
15:30
Sa, 10.01.
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1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
2
2
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1. FC Köln
1. FC Köln
2
1
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Sa, 10.01.
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Stuttgart
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4
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Sa, 10.01.
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Wolfsburg
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So, 11.01.
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#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern16142063:125144
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB1696129:151433
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig1592430:191129
4Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen1692534:241029
5VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart1692529:23629
6TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim1583429:20927
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt1675433:33026
8SC FreiburgSC FreiburgFreiburg1665527:27023
91. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin1664622:25-322
10Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach1654722:24-219
111. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln1645724:26-217
12SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder1545618:28-1017
13Hamburger SVHamburger SVHamburger SV1644817:27-1016
14VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg1643924:36-1215
15FC AugsburgFC AugsburgAugsburg16421017:32-1514
16FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli1533913:26-1312
171. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim16331015:36-2112
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