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RB Leipzig zwischen Frustwoche oder Euro-Jubel

Ralph Hasenhüttl und Co. wollen schnell ein Zeichen setzen
Ralph Hasenhüttl und Co. wollen schnell ein Zeichen setzen
Foto: © getty, Martin Rose
11. April 2018, 20:19

Erst der 1:4-Schock gegen Leverkusen, dann die Verletzung von Timo Werner: RB Leipzig ist vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League am Donnerstag bei Olympique Marseille (21:05 Uhr) nicht gerade vom Glück verfolgt.

Der Nationalstürmer konnte am Mittwoch wegen Oberschenkelproblemen am Abschlusstraining in Leipzig nicht teilnehmen. Werner absolvierte aber eine individuelle Einheit, die Hoffnung machte.

Wenn er am Donnerstag keine Schmerzen habe, werde er spielen, teilte der Vizemeister nach der Ankunft in Südfrankreich fest. Der 22 Jahre alte Werner hatte im Hinspiel den Treffer zum 1:0-Endstand erzielt und den Leipzigern damit eine gute Ausgangslage beschert.

Während Werner sein speziellen Übungen machte, Trainer Ralph Hasenhüttl seine Profis am heimischen Cottaweg noch einmal eine knappe Stunde antreten. Auch Spielmacher Naby Keita war dabei. Beim 1:4 gegen Leverkusen hatte sich der zukünftige Liverpooler eine Hüftprellung zugezogen. Großen Einsatz zeigte auch Marcel Sabitzer, der am Mittwoch seinen Vertrag um ein Jahr bis 2022 verlängerte.

RB will "sofort ein Zeichen zu setzen"

Der Österreicher kündigte nach der Ankunft in Marseille einen mutigen Auftritt seiner Mannschaft an: "Wir haben schon mitbekommen, dass hier eine richtig gute Stimmung herrscht. Das wird sicher noch ein paar Prozent mehr aus uns herauskitzeln und wir werden definitiv auf Sieg spielen." Auch sein Trainer und Landsmann Hasenhüttl ließ daran keinen Zweifel: "Wir haben vor, sofort ein Zeichen zu setzen und schnell einen Treffer zu landen. Wir wollen so mutig auftreten, wie wir es in den vergangenen Europacup-Partien schon gezeigt haben."

Für Leipzig geht es um ganz viel. Zieht Leipzig erstmals in seiner jungen Geschichte in ein Europacup-Halbfinale ein oder erleben die Sachsen eine rabenschwarze Woche?

Hasenhüttl bemühte sich um Lockerheit, obwohl ihm das nicht leicht gefallen sein dürfte. Nur drei Tage hatte der Österreicher, um seine Spieler nach der 1:4-Klatsche wieder aufzurichten. Wie das geht, wusste der 50-Jährige jedenfalls: "Man muss vor die Jungs treten, um ihnen zu helfen und Zuversicht zuzusprechen", erklärte Hasenhüttl, forderte aber auch: "Wir brauchen in Marseille ein anderes Gesicht."

Die Mannschaft gab sich zumindest nach außen zuversichtlich. Kapitän Willi Orban, der nach seiner Sperre wieder in die Startelf rücken dürfte, sprach von dem nächsten Highlight. "Wir müssen uns klar machen, wie groß unsere Chance ist, in ein Europacup-Halbfinale einzuziehen", sagte der Abwehrmann.

Auch Marseille hadert in der Liga

Dass dies gut möglich ist, zeigt das Hinspiel, in dem RB die bessere Mannschaft war. Olympique, mit dem früheren Bayern-Star Luiz Gustavo, erwies sich dabei nicht als europäisches Topteam. Bei der Generalprobe am Wochenende in der Meisterschaft reichte es gegen Montpellier wieder nur zu einem torlosen Remis für den Tabellenvierten.

Bei Leipzig besteht die Gefahr, dass sich der Klub durch die Doppelbelastung übernimmt und am Ende womöglich in der Europa League ausscheidet und die Champions League verpasst. Das bleibt auch so, wenn RB das Halbfinale erreicht und dort womöglich auf den FC Arsenal oder Atletico Madrid trifft.

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