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Leipzig feiert ersten Sieg gegen schwachen FC Bayern

Timo Werner traf zur 2:1-Führung gegen die Bayern
Timo Werner traf zur 2:1-Führung gegen die Bayern
Foto: © getty, Stuart Franklin
18. März 2018, 20:02
sport.de
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RB Leipzig hat den großen FC Bayern mit viel Herzblut düpiert und den designierten Meister mit einem Denkzettel in die Länderspielpause geschickt. Im Duell der letzten verbliebenen deutschen Europapokalteilnehmer siegte Vizemeister Leipzig gegen offensiv wie defensiv enttäuschende Bayern verdient 2:1 (1:1) und fuhr im fünften Aufeinandertreffen den ersten Sieg gegen den Branchenprimus ein.

Nach dem Führungstor von Sandro Wagner (12.) brachten die Münchner vor 42.558 Zuschauern nur noch wenig zustande. Die Leipziger bestraften die vielen Nachlässigkeiten durch Tore von Naby Keita (37.) und Nationalstürmer Timo Werner (56.), der erstmals nach 543 Minuten wieder in der Liga traf.

Trotz der ersten Bundesliga-Niederlage seit vier Monaten haben die Bayern weiter die Aussicht, den 28. Titelgewinn nach der Länderspielpause mit einem Sieg über einen besonderen Gegner zu versüßen: Im kommenden Heimspiel ist der angeschlagene Herausforderer Borussia Dortmund zu Gast. Allerdings sind die Bayern auf Schützenhilfe angewiesen, um die Meisterschaft in der Heimat zu feiern. Vizemeister Leipzig meldete sich im Rennen um die erneute Champions-League-Qualifikation zurück.

Bei 17 Punkten Vorsprung und nur noch sieben Spielen ist das Titelrennen dennoch längst entschieden, daher sparte sich Jupp Heynckes große Kritik an seinem Team und lobte im "Sky"-Interview lieber den Gegner. "Leipzig war sehr laufstark, sehr aggressiv und hat gut gepresst", sagte der 72-Jährige: "Wir haben nicht wie in den letzten Wochen gespielt. Daher muss ich klar sagen: Leipzig hat verdient gewonnen."

Das sahen auch die Gastgeber so, die drei Tage nach dem Einzug ins Viertelfinale der Europa League mit viel Herzblut auftraten. "Bis auf die ersten zehn Minuten waren wir in allen Bereichen dominant. Wir hätten nur mehr Tore schießen können. Aber der Gesamtauftritt war richtig klasse", sagte Sportdirektor Ralf Rangnick.

Hasenhüttl setzt auf Dreierkette

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl hatte nach dem 1:1 bei Zenit St. Petersburg und dem Viertelfinaleinzug in der Europa League kräftig durchgewechselt. Werner, Kapitän Willi Orban und Spielmacher Emil Forsberg saßen zunächst nur auf der Bank, dafür kehrte der zuletzt angeschlagene Marcel Sabitzer in die Startelf zurück. In der Defensive setzte RB auf die ungewohnte Dreierkette.

Seinen Matchplan musste Hasenhüttl aber früh umstellen. Der gerade erst wiedergenesene Sabitzer knickte in einer seiner ersten Aktionen um, der Österreicher wurde durch Werner ersetzt (10.).

Der frühe Wechsel und auch das Gegentor sorgten keinesfalls für einen Bruch im Leipziger Spiel. RB kombinierte sich gut durch das anfällige Münchner Mittelfeld und hätte noch früher im ersten Durchgang ausgleichen müssen.

Sowohl Yussuf Poulsen (14.), Werner (19.) und Bruma (27.) scheiterten aber am starken Sven Ulreich. Als Werner den Ball doch einmal am Bayern-Keeper vorbeigeschoben hatte, rettete Niklas Süle auf der Linie (27.).

Bayern zur Pause gut bedient

Ohne den erst später eingewechselten Top-Torjäger Robert Lewandowski, über dessen möglichen Wechsel zu Real Madrid in spanischen Medien spekuliert wird, fand München offensiv so gut wie gar nicht statt. Der Ausgleich noch vor dem Seitenwechsel war überfällig. Mit dem Remis zur Pause war der FC Bayern noch gut bedient.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielverlauf. RB hielt an seiner offensiven Ausrichtung fest, gewann im Mittelfeld viele entscheidende Zweikämpfe und kam zu diversen Großchancen. Nachdem Bruma (53.) zunächst noch scheiterte, war Bayern-Keeper Ulreich gegen Werners gezielten Schuss ins lange Eck machtlos.

Ribéry belebt das FCB-Spiel

Mit der Führung im Rücken zog sich RB in der Folge etwas zurück. Die Bayern kamen dennoch nicht wirklich ins Spiel, auch wenn der eingewechselte Franck Ribéry für etwas Schwung sorgte.

Fünf Minuten vor Schluss forderten die Bayern Elfmeter, nachdem Stefan Ilsanker der Ball im Strafraum an die Hand gesprungen war. Schiedsrichter Marco Fritz entschied sich mit Hilfe des Videoassistenten allerdings gegen einen Strafstoß.

Am Ende musste sich der FC Bayern in der Bundesliga erstmals seit fast drei Jahren trotz einer Führung noch geschlagen geben. Damals führten die Münchner am 33. Spieltag der Saison 2014/15 gegen den SC Freiburg mit 1:0 und verloren noch mit 1:2. 

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