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"Tüftler" Tedesco: Hochemotional und klinisch kalt

Domenico Tedesco und seine Schalker sind weiter auf Champions-League-Kurs
Domenico Tedesco und seine Schalker sind weiter auf Champions-League-Kurs
Foto: © getty, Alex Grimm
10. März 2018, 11:10

Schalke 04 spielt nicht wie ein Champions-League-Anwärter und ist dennoch Tabellenzweiter. Dass die Königsblauen Spiele wie am Freitag in Mainz reihenweise gewinnen, hat allerdings nicht nur mit Glück zu tun.

Die taktische Analyse startete Domenico Tedesco diesmal noch auf dem Platz. Schon unmittelbar nach Schlusspfiff erklärte der Trainer von Schalke 04 seinem Mittelfeld-Ass Leon Goretzka noch einmal eindringlich die Feinheiten seiner Strategie. Der Nationalspieler lauschte trotz strömenden Regens aufmerksam. Schließlich hatten die Königsblauen den mühsamen 1:0 (0:0)-Erfolg beim FSV Mainz 05 einmal mehr vor allem dem Konzept ihres Coaches zu verdanken.

Denn dass die Schalker mit spielerischer Magerkost solche Partien derzeit reihenweise gewinnen, hat viel mit Tedescos Liebe zum Detail zu tun. Seine unterm Strich nur mäßig talentierte Mannschaft stellt der Deutsch-Italiener Woche für Woche so gut ein, dass sie trotz unübersehbarer Mängel Tabellenzweiter ist. "Er hat taktisch und fußballerisch ein unfassbares Verständnis für das Spiel", schwärmte deshalb auch Goretzka: "Es ist immer wieder eine Freude, sich mit ihm darüber zu unterhalten."

Ausrichtung am Gegner

Tedesco ist ein Taktik-Besessener. Ein typischer Vertreter jener Generation, die Mehmet Scholl so gerne als "Laptop-Trainer" belächelt. Hochemotional an der Seitenlinie, klinisch kalt in der Analyse. Während sein Mainzer Trainerkollege Sandro Schwarz am späten Freitagabend beispielsweise ungeduldig auf den Beginn der Pressekonferenz wartete, nahm sich der 32-Jährige fast 20 Minuten Zeit, um den Journalisten schon einmal ausführlich seine taktischen Überlegungen zu erläutern.

Neben klugen Beobachtungen zu "nach vorne verteidigenden Abwehrspielern" und der Wirkung eines zweiten Sechsers auf die Mainzer "Manndeckung im Mittelfeld", fiel dabei vor allem auf, wie sehr Tedesco seine Mannschaft wieder einmal am Gegner ausgerichtet hatte. Wie schon in der Vorwoche gegen Hertha BSC (1:0) ließen sich die Schalker quasi von vornherein komplett auf das kampfbetonte Spiel der Mainzer ein.

Schwarz beklagt "bittere" Niederlage

"Wir haben nach der Pause im Kopf auf Abstiegskampfmodus umgestellt, sonst wirst du hier aufgefressen", sagte Tedesco sogar, obwohl hier wohlgemerkt der Tabellenzweite beim Tabellen-16. angetreten war. Am Ende reichte den Gästen eine einzige gelungene Aktion von Daniel Caligiuri (55.) zum Sieg. Tedesco durfte sich einmal mehr bestätigt fühlen und seinen ersten Auftritt im "ZDF-Sportstudio" am Samstagabend genießen.

Die Mainzer ärgerten sich derweil angesichts einer zumindest kämpferisch überzeugenden Leistung über die verpasste Chance auf Entlastung im Abstiegskampf. Zudem haderten die Gastgeber, die nun weiter auf dem Relegationsplatz verharren, mit Schiedsrichter Felix Brych. "Wenn man die 90 Minuten inklusive der strittigen Elfmetersituationen betrachtet, war es extrem bitter, so ein Spiel zu verlieren", klagte Trainer Sandro Schwarz: "Wir müssen aber einfach weitermachen."

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