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Olympische Winterspiele 2018
PyeongChang2018
Mi, 07.02. - So, 25.02.

Shorttrackerin Walter: "Hat sich gelohnt"

Bianca Walter ist ausgeschieden
Bianca Walter ist ausgeschieden
Foto: © getty, Dean Mouhtaropoulos
22. Februar 2018, 13:22

Nach nur 91 Sekunden war alles vorbei. Bianca Walter war im 1000-m-Viertelfinale der Winterspiele in Pyeongchang abgehängt worden, gegen die versammelte Weltelite schied die deutsche Shorttrackerin hoffnungslos unterlegen aus. Doch der olympische Gedanke reichte, um die 27-Jährige nach dem Ende ihres Südkorea-Abenteuers umgehend wieder aufzurichten.

"Ich habe acht Jahre dafür gekämpft, um hier zu starten. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt", sagte Walter: "Ich kann es nur jedem Sportler zu Hause mit auf dem Weg geben: Kämpft bis zum Umfallen! Es macht riesigen Spaß."

Walter war glücklich, obwohl sie zuvor auf dem Eis deutlich ihre Grenzen aufgezeigt bekommen hatte. In ihrem Viertelfinale startete unter anderem die Weltcup-Führende Marianne St-Gelais aus Kanada, ihre Taktik setzte Walter zunächst trotzdem perfekt um.

Sie setzte sich früh an die Spitze und verteidigte zunächst ihre Position. Am Ende verlor Walter allerdings den Anschluss. "Bei einer deutschen Meisterschaft kann ich am Ende noch mit einem Antritt überholen. Aber hier ist das Niveau so hoch...", sagte die Dresdnerin, die ans Ende des Feldes durchgereicht worden war. Ihre Zeit von 1:31,085 Minuten war zu wenig für das Weiterkommen.

"Es gibt keine leichten Läufe bei Olympia. Ich hätte es gerne mit einem besseren Gefühl beendet. Aber ich bin trotzdem zufrieden. Ich habe eigentlich jeden Lauf taktisch perfekt absolviert. Wenn am Ende bei manchen Läufen die Kraft nicht reicht, dann ist das ein Fakt, den man akzeptieren muss", sagte Walter.

Auch Seidel aus dem Rennen

Walter war die letzte Deutsche im Wettbewerb. Die zweite Starterin Anna Seidel (19) war im Vorlauf am Dienstag ausgeschieden.

Das Abschneiden der beiden deutschen Shorttrackerinnen in Südkorea ist insgesamt enttäuschend. Walter war über 500 m und 1500 m in der ersten Runde gescheitert. Hoffnungsträgerin Seidel stürzte insgesamt dreimal. Über 500 m hatte sie zumindest das Viertelfinale erreicht, über 1500 m das Halbfinale.

Seidel will ihre Laufbahn bis Peking 2022 fortsetzen. Walter ließ ihre Zukunft dagegen offen. "Ich schaue von Jahr zu Jahr. Vom Alter her könnte ich noch vier Jahre machen", sagte sie.

Gold sicherte sich später die Niederländerin Suzanne Schulting. Die südkoreanischen Stars Choi Minjeong und Shim Sukhee waren in der Schlussrunde des Finals kollidiert und gestürzt.

Über 500 m der Männer unterstrich Mitfavorit Wu Dajing seine Ambitionen. Der Vize-Weltmeister aus China gewann mit Weltrekord (39,584 Sekunden) die Goldmedaille. In der Männer-Staffel setzte sich Ungarn in olympischem Rekord (6:31,971) durch. Für Ungarn war es das erste Gold bei Winterspielen.

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