Bayern München will 50 Jahre nach dem letzten Pokalsieg beim Top Four triumphieren. Gefährlichster Gegner ist Alba Berlin. Die Hauptstädter sind auch in der Liga Verfolger Nummer eins.
Serientäter Sasa Djordjevic schaltete sofort in den Pokalmodus. Nach dem 17. Sieg des FC Bayern München in der Basketball Bundesliga in Folge zählte für den serbischen Trainer nur noch das Top Four. Bei dem Finalturnier am Wochenende in Neu-Ulm geht es um die erste Titelchance der Saison. Und für die höchst ambitionierten Münchner um den ersten Pokaltriumph seit 50 Jahren.
"Wir müssen jetzt mental bereit sein für das Wochenende und uns auf uns selbst konzentrieren", sagte Djordjevic nach dem souveränen 91:77 (48:38) am Mittwoch gegen BG Göttingen. Die Bayern, die auch im EuroCup eine starke Saison spielen und im Viertelfinale stehen, gehen als großer Favorit in das stimmungsvolle Event.
Halbfinalgegner ist am Samstag Gastgeber ratiopharm Ulm, den zweiten Endspielteilnehmer ermitteln anschließend medi Bayreuth und Alba Berlin. Das Finale steigt am Sonntag.
Nach zwei knapp verlorenen Finals gegen Alba 2016 und Brose Bamberg im vergangenen Jahr sind die Münchner heiß auf den 490 Millimeter hohen und exakt 5,2 Kilogramm schweren Silberpokal.
Die Form stimmt seit Saisonbeginn, das beweisen auch die drei Siege in Liga und Pokal gegen Serienmeister Bamberg. Über den Erfolg der Spielzeit beim FCB entscheidet aber letztlich die Silberware, die man Präsident und Basketball-Liebhaber Uli Hoeneß vorlegt. Der Druck liegt bei den Bayern.
Alba könnte Rekordpokalsieger werden
Die drei Kontrahenten in Neu-Ulm sehen sich aber alles andere als chancenlos. Gerade bei Top-Four-Dauerbrenner Alba ist die Motivation riesig. In der 26-jährigen Geschichte des Turniers sind die Berliner zum 15. Mal dabei und könnten mit dem Titelgewinn für noch viel bedeutsamere Zahlenspiele sorgen. Das Team des erfahrenen Talente-Gurus Aito Garcia Reneses könnte den zehnten Triumph einfahren und mit Rekordpokalsieger Bayer Leverkusen gleichziehen.
Alba spielt in der BBL eine starke Saison, beim 91:83 (53:45) gelang dem Hauptstadt-Klub der siebte Sieg in Serie. "Das war die Pflicht, beim Pokalwochenende folgt die Kür", meinte Berlins Spielmacher Peyton Siva bei Telekom Sport durchaus angriffslustig mit Blick auf die reizvolle Aufgabe. Doch auch der Halbfinal-Gegner aus Bayreuth reist nach dem 97:85 (50:43) gegen die Telekom Baskets Bonn mit viel Selbstvertrauen als Tabellenvierter der Liga an.
Gedämpft ist die Stimmung dagegen beim Gastgeber Ulm. "Keiner setzt auch nur einen Pfifferling auf uns", sagte Trainer Thorsten Leibenath der Südwest Presse nach der ernüchternden 77:78 (31:41)-Pleite gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt. Die Generalprobe für das Saisonhighlight hätte ernüchternder kaum laufen können.







