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Wegen Auba und Dembélé: Hoeneß attackiert BVB-Führung

Uli Hoeneß kritisierte den BVB für das Verhalten im Aubameyang-Poker
Uli Hoeneß kritisierte den BVB für das Verhalten im Aubameyang-Poker
Foto: © getty, Alexander Hassenstein
30. Januar 2018, 12:47
sport.de
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Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat das Schmierentheater bei Ligarivale Borussia Dortmund um Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang scharf kritisiert.

"Das ist für den Fußball nicht gut", sagte der 66-Jährige beim Ständehaus-Treff der "Rheinischen Post" in Düsseldorf und übte zugleich Kritik am Verhalten der BVB-Verantwortlichen.

"Wir würden den Spieler fragen: Kannst du lesen, wie lange dein Vertrag läuft. Und dann wäre Ende der Diskussion. Haben Sie schon mal gelesen, dass ein Spieler dem FC Bayern auf der Nase herumtanzt?", so Hoeneß, der beteuerte: "Ousmane Dembélé hätte ich nicht gehen lassen."

Der französische Stürmer hatte seinen Wechsel vom BVB zum FC Barcelona im vergangenen Jahr de facto erstreikt. Aktuell versucht auch Aubameyang durch sein Verhalten, seinen bis 2021 laufenden Vertrag beim DFB-Pokalsieger vorzeitig zu beenden. Er steht vor einem Wechsel zum FC Arsenal.

Hoeneß räumte allerdings ein, dass sich der BVB auch in einer misslichen Lage befindet: "Wir sind nicht börsennotiert, deshalb können wir auch einmal 100 Millionen Euro ablehnen." Grundsätzlich sei es aber so, dass nach wie vor der sportliche Erfolg den wirtschaftlichen nach sich ziehe und nicht umgekehrt.

Hoeneß erwartet keine dauerhafte englische Dominanz

Auf dem Sportbusiness-Kongress SPOBIS in Düsseldorf äußerte sich Hoeneß außerdem zum gewaltigen finanziellen Vorsprung des englischen Fußballs. "Was dort passiert, ist, dass sie viel mehr Geld haben. Das wird nicht ewig anhalten", sagte der 66-Jährige.

Der Bayern-Boss betonte, er glaube nicht, "dass die TV-Verhandlungen in England so weiterlaufen wie jetzt. Wenn keine völlige Revolution kommt mit "Apple" oder "Google", werden "British Telecom" und "Sky" nicht mehr das bieten, was sie jetzt bezahlen. Dann geht das ganze Spiel wieder von vorne los."

Die Stars des Fußballs spielten stets dort, wo das meiste Geld ist. "Wenn das mal zusammenbricht, sieht das wieder ganz anders aus", sagte Hoeneß. Es sei zu bezweifeln, ob die englischen Fans das Spiel mit Investoren auf Dauer mitmachen: "Der Engländer hat ja wenig Freizeitvergnügen außer Fußball."

Hoeneß will den Nachwuchsbereich weiter fördern

Die Bundesliga, sagte Hoeneß, "muss sportlich besser werden. Wir müssen den Fans zeigen, dass sich da was tut, auch im Nachwuchsbereich. Es geht nicht immer, nur zu sagen: Wir holen mit viel Geld den Nächsten, und dann noch einen."

Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef bei Schalke 04, sagte dazu spöttisch: "Lieber Uli, da halte ich viel von." Der FC Bayern hat ab Sommer den Schalker Nationalspieler Leon Goretzka verpflichtet.

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