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Augsburg stürzt den HSV noch tiefer in die Krise

Der Hamburger SV musste erneut eine Pleite verkraften
Der Hamburger SV musste erneut eine Pleite verkraften
Foto: © getty, Sebastian Widmann
13. Januar 2018, 17:24

Der Hamburger SV befindet sich schon wieder voll im Krisenmodus. Zum Start der Bundesliga-Rückrunde unterlag die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol verdient mit 0:1 (0:1) beim FC Augsburg und nahm die Eindrücke des sieglosen Dezembers nahtlos mit hinüber ins neue Jahr.

Nach der elften Niederlage im 18. Saisonspiel sind die Hamburger weiter Vorletzter, während sich der FCA mit 27 Punkten an die internationalen Ränge heranpirscht.

Mittelfeldspieler Koo Ja-Cheol (45.) brachte mit seinem ersten Saisontreffer den Erfolg für die Schwaben auf den Weg. Augsburgs Michael Gregoritsch (75.) hatte mit einem Pfostenschuss Pech. Der HSV wartet nun schon seit über viereinhalb Monaten auf einen Auswärtsdreier, steckt auf absehbare Zeit im Tabellenkeller fest und muss vor allem offensiv zulegen, wenn sich die Lage nicht ähnlich wie in den Vorjahren zuspitzen soll.

Der FCA hatte unterm Strich die etwas gefälligere Spielanlage, wenngleich das Niveau bis auf einige kurze Phasen unterdurchschnittlich blieb. Bei der Mannschaft von Trainer Manuel Baum fiel der Ausfall von Torjäger Alfred Finnbogason (Beschwerden an der Achillessehne) ebenso ins Gewicht wie beim HSV der des Youngsters Jann-Fiete Arp (Erkältung).

Bruchhagen nimmt Spieler in die Pflicht

Die Hanseaten begannen vor 30.087 Zuschauern mutig und versuchten es mit offensivem Pressing, zogen sich nach wenigen Minuten aber zurück, sodass die Schwaben etwas klarer und kontrollierter agierten. Die erste Chance für den FCA gab es aus einem Konter heraus, Caiuby (4.) verzog jedoch. Später zögerte Ex-HSVer Gregoritsch (15.) zu lange mit dem Abschluss.

Bei den Hamburgern war das Bemühen erkennbar, die Forderungen ihres Vorstandschefs Heribert Bruchhhagen umzusetzen. "Wir müssen alle besser werden, wir erwarten von Spielern wie Andre Hahn, Bobby Wood und anderen eine Leistungssteigerung. Nur dann können wir unser Ziel erreichen", hatte der Boss vor dem Spiel am "Sky"-Mikrofon gesagt. Ob aber allein das Bemühen für den Klassenverbleib genügt? Denn in Tornähe war Gisdols Elf doch häufig ohne Durchschlagskraft.

Im HSV-Tor erledigte Erstliga-Debütant und U21-Europameister Julian Pollersbeck seine Aufgabe überwiegend ordentlich, auch defensiv war der Auftritt weitgehend okay. Dass vielleicht auch, weil die Augsburger nicht gerade ein Kreativfeuerwerk entzündeten. Als aber Koo sich freilief und Caiubys Flanke den Kopf des Koreaners fand, waren die positive Ansätze erst einmal nichts mehr wert.

Auch nach dem Wechsel machten sich gerade die Ausfälle im Mittelfeld des HSV wie der von Albin Ekdal, Aaron Hunt oder Lewis Holtby bemerkbar. Es fehlte im Angriffsspiel an Struktur, Chancen waren bis in die Schlussphase Mangelware. Spannend blieb es aber, weil Augsburg die sich bietenden Räume nicht entscheidend nutzte.

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