Der FC Schalke 04 hat dank Max Meyer seine starke Hinrunde mit dem Viertelfinal-Einzug im DFB-Pokal gekrönt.
Der Mittelfeldspieler erzielte am Dienstag den Siegtreffer per Kopf zum 1:0 (0:0) in einem Geduldsspiel gegen den 1. FC Köln. Damit blieben die in der Bundesliga auf Platz zwei stehenden Königsblauen auch im 13. Pflichtspiel in Serie ungeschlagen.
"Die Kölner haben alles reingeworfen und standen sehr tief. Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt, vorne Lösungen zu finden. Das wurde in der zweiten Hälfte besser. Am Ende war der Sieg verdient. Es läuft sehr gut bei uns, das ist nicht selbstverständlich", sagte Matchwinner Meyer im Anschluss.
Für die Kölner ist dagegen die total verkorkste Hinrunde komplett. In der Liga abgeschlagen auf dem letzten Platz, folgte nach dem Europa-League-Aus nun auch der Pokal-K.o. auf nationaler Bühne.
Kölns Interimscoach Stefan Ruthenbeck konnte somit keine Eigenwerbung mehr betreiben. Es bleibt unklar, ob der Nachfolger des freigestellten Peter Stöger den FC auch in der Rückrunde betreuen wird.
Torwart Timo Horn sprach sich für eine Weiterbeschäftigung Ruthenbecks aus: "Wir wären sehr froh, wenn wir mit ihm weitermachen könnten. Er bringt sehr viel Herzblut in die Mannschaft."
Schalke erreichte damit das Viertelfinale wie im Vorjahr, als gegen den FC Bayern München Endstation war. Der FC, der zuvor in fünf Pokal-Duellen mit dem Westrivalen viermal die Oberhand behielt, muss dagegen auch nach acht Jahren auf den nächsten Einzug in die Runde der letzten Acht warten.
Grottenkick in Durchgang eins
Für einen Erfolg vor 56.392 Zuschauern auf Schalke fehlten allerdings auch die Mittel. Die Rheinländer konzentrierten sich sehr stark auf die Defensive und hofften gelegentlich auf einen Konter. So kam es zu einem unansehnlichen Spiel. Die Schalker besaßen hohe Ballbesitzanteile, fanden aber kaum die Lücke im Kölner Abwehrriegel.
In den ersten 45 Minuten kamen die Gäste eher zufällig oder halbherzig wie bei den Schüssen von Lukas Klünter (2.) und Milos Jojic (3.) zu kleineren Gelegenheiten. Erschwerend kam für den FC jedoch hinzu, dass wieder ein gutes Dutzend an Spielern fehlte.
Trotzdem stand der Effzeh zumindest in der Defensive lange sicher. Es dauerte eine halbe Stunde, ehe die Mannschaft von Domenico Tedesco zu ersten Chancen kam. Zwei Schüsse von Amine Harit (31.) und Franco di Santo (34.) sowie ein Kopfball von Matija Nastasic (33.) sorgten für ein wenig Gefahr.
Meyers Bogenlampe entscheidet die Partie
Gleiches Bild auch im zweiten Durchgang: Schalke drückte, doch die letzte Konsequenz fehlte, wie bei den Schüssen von Guido Burgstaller (52.) und Harit (54.). Richtig gefährlich wurde es erst in der 62. Minute, als Nastasic nach einer Ecke aus kurzer Entfernung abzog und Timo Horn per Fußabwehr auf der Linie klärte.
Eine Minute später war es aber doch passiert. Nach einer Ecke von Bastian Oczipka verlängerte Meyer ein wenig glücklich den Ball per Kopf in einer Art Bogenlampe über Horn und die Kölner Abwehrspieler hinweg ins Tor. Für Meyer war es das erste Saisontor. Breel Embolo (80. und 90.+1) und Weston McKennie (88.) verpassten danach die Vorentscheidung.
"Am Ende haben uns die Körner gefehlt"
Knappen-Coach Tedesco lobte sein Team nach dem erfolgreichen Kraftakt: "Wir hatten schon vor dem 1:0 genug Torchancen. Die Führung war dann auch verdient. Wir haben über weite Strecken das Spiel dominiert und deswegen verdient gewonnen."
Auf der Gegenseite zog Ruthenbeck ein versöhnliches Fazit: "Am Ende hat man gemerkt, dass uns die Körner gefehlt haben. Schalke hat verdient gewonnen, aber wir haben alles reingehauen und viel Leidenschaft gezeigt."


















