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VfL erlebt "neues Gefühl" - VAR im Fokus

Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt konnte die Niederlage seines Teams gegen Augsburg nicht verhindern
Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt konnte die Niederlage seines Teams gegen Augsburg nicht verhindern
Foto: © getty, Martin Rose
26. November 2017, 11:37

Nachdem der FC Augsburg die Serie des VfL Wolfsburg unter Trainer Martin Schmidt beendet hatte, fiel dem Schweizer ein zuletzt auch von Mario Götze gebrauchter Spruch ein.

"Einmal ist man der Baum, einmal ist man der Hund", sagte der 50-Jährige nach einer Bundesligapartie, in der es gleich zwei Video-Aufreger gegeben hatte. "Überall redet man nur über diese zwei Szenen, das finde ich ein bisschen schade", meinte Schmidt nach dem 1:2 (1:0). "Ich nehme das so hin, wie es bewertet wurde."

Zweimal sorgten Schiedsrichter Tobias Stieler und Video-Assistent Tobias Welz für Aufregung. Erst nahm der Hamburger Referee Gelb für Maximilian Arnold zurück und verwies den Wolfsburger mit Rot (11.) wegen einer Notbremse vom Platz. In der 61. Minute nahm Stieler dann eine Elfmeter-Entscheidung zugunsten des Augsburgers Caiuby zurück.

Stieler äußert sich zu Videobeweis

"Mein erster Impuls war eine Gelbe Karte, wohlwissend, dass das durchaus grenzwertig war", erläuterte Stieler. "Dann war ich der Auffassung, das ich mir diese Szene ob der Tragweite der Entscheidung nochmal in der Review Area ansehe." Stieler entschied dann auf Platzverweis. Beim ursprünglichen Elfmeterpfiff attestierte er sich schließlich sogar eine "glasklare Fehlentscheidung".

Auch ohne den Strafstoß sicherten Michael Gregoritsch (51. Minute) und Alfred Finnbogason (78.) den Augsburgern vor 26 541 Zuschauern den verdienten ersten Heimsieg seit dem fünften Spieltag. Nach fast 80 Minuten in Unterzahl kassierte der VfL dagegen nach sieben Remis am Stück und zuletzt einem Dreier die erste Niederlage mit Schmidt.

"Im zehnten Pflichtspiel hat's uns jetzt gepackt, wir haben zum ersten Mal verloren. Das ist ein neues Gefühl für mich und mein neues Team", berichtete Schmidt. "Wir haben insgesamt zu viele Fehler gemacht, um das Spiel zu gewinnen."

"Immer positiv geblieben"

Dabei hatte Daniel Didavi (40.) den VfL mit einem Fernschuss aus rund 30 Metern und dank eines Riesenpatzers von Keeper Marwin Hitz mit einer Führung in die Halbzeit gebracht. "Ich bin froh, dass wir das Spiel noch gedreht haben nach meinem Fehlgriff", meinte der Schweizer Torhüter. "Es ist sehr, sehr frustrierend, wir waren es nicht mehr gewöhnt, zu verlieren", meinte der starke VfL-Keeper Koen Casteels.

Entscheidend für die Augsburger war es, nicht die Ruhe zu verlieren und auf die Chancen zu warten. "Wir hatten Wolfsburg eigentlich 90 Minuten im Griff und sind trotz des Rückstandes immer positiv geblieben. Ich bin richtig stolz auf die Jungs", sagte Trainer Manuel Baum. Die Ausbeute mit Rang acht nach 13 Spieltagen kann sich sehen lassen. "19 Punkte sind Weltklasse", befand Gregoritsch, der unter Woche über schwere Rückenschmerzen geklagt hatte.

Mit dem Sieg im Rücken hatte hatte Manager Stefan Reuter vor der Mitgliederversammlung am Montag, auf der die Vertragsverlängerung mit Verteidiger Martin Hinteregger verkündet werden soll, doch noch einen Wunsch. Die Dauerdiskussionen um den Video-Beweis und vor allem die Regelauslegung nerven ihn längst. "Ich hoffe", sagte er, "es gibt irgendwann ganz klare Richtlinien"

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