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"Mal Baum, mal Hund": VfL trotz Video-Rot cool

VfL Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt nahm die Niederlage gelassen
VfL Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt nahm die Niederlage gelassen
Foto: © getty, Alexander Hassenstein
25. November 2017, 19:42

Der VfL Wolfsburg verliert beim 1:2 in Augsburg erstmals unter Martin Schmidt. Danach diskutieren alle über den Videobeweis - außer der VfL-Coach.

Martin Schmidt hatte keine Lust, die Schuld für seine erste Niederlage im zehnten Pflichtspiel als Trainer des VfL Wolfsburg bei Schiedsrichter Tobias Stieler zu suchen. "Einmal ist man der Baum, und einmal der Hund", sagte er mit der ihm eigenen, Schweizer Nüchternheit, "das hat der Herr Götze zuletzt gesagt, das hat mir gefallen."

Mario Götze, 2014 gefeierter WM-Held und damals in Rio noch "Hund", hatte sich im Juni 2016 bei der EM nach heftiger Kritik als "Baum" gefühlt. Schmidt erlebte beim 1:2 (1:0) beim FC Augsburg, dass man manchmal beides an einem Tag sein kann. Der Grund war Stieler, genauer: dessen Entscheidungen und das daher notwendige Eingreifen des Videoassistenten.

Stieler hatte Wolfsburgs Maximilian Arnold nach einem Foul am durchgebrochenen Augsburger Stürmer Alfred Finnbogason die Rote Karte gezeigt (11., Notbremse), allerdings erst nach Rücksprache mit Videoassistent Tobias Welz. "Mein erster Impuls war Gelb", sagte Stieler, der Arnold tatsächlich zunächst nur verwarnt hatte.

Stieler bleibt bei seiner Entscheidung

Weil er selbst Zweifel hegte, funkte er nach Köln - nicht andersrum. "So geschieht das in 90 Prozent der Fälle", stellte Stieler klar. Bei Betrachten der TV-Bilder stellte er fest, "dass kein Wolfsburger mehr eingreifen konnte", als Arnold zugriff. Rot sei korrekt gewesen - wie später auch die Entscheidung, einen Elfmeter gegen Wolfsburg zurückzunehmen (60.).

Torhüter Koen Casteels spielte den Ball, berührte erst dann FCA-Stürmer Caiuby - das wurde Stieler klar, als er Welz abermals kontaktiert hatte. "Das war eine glasklare Fehlentscheidung meinerseits, weit von einem Elfmeter entfernt", sagte Stieler. Alles klar? Nun ja.

Bei den Beteiligten gab es unterschiedliche Meinungen. Rot gegen Arnold zu hart? "Pfff", sagte der "Sünder" selbst, "ich als Wolfsburger sage: klar!" Finnbogason sagte: "Ich laufe alleine aufs Tor zu, keiner konnte mich mehr einholen, das war hundertprozentig richtig."

Schmidt will die "richtigen Schlüsse ziehen"

FCA-Manager Stefan Reuter dagegen meinte, die Szene sei "keine für den Videoassistenten" gewesen, weil die Frage Gelb oder Rot eben nicht klar zu beantworten gewesen sei - und nur dann darf der fünfte Mann ja eingreifen. Der Elfmeterpfiff sei dagegen richtig gewesen und "schon gar keine Szene für den Videoassistenten", sagte Reuter. Casteels betonte, er habe den Ball mit der Hacke gespielt, "dann kann ich mich nicht wegzaubern". Also kein Elfmeter.

Dass nach all dem Hin und Her auch über Sportliches gesprochen wurde, war vor allem Schmidt zu verdanken. Dass seine Wölfe nach der glücklichen Führung durch Daniel Didavi unter gütiger Mithilfe von Torhüter Marwin Hitz (40.) noch verloren, sei "eigenen Fehlern" geschuldet gewesen. Diese sah er sowohl vor dem Platzverweis als auch den Gegentoren durch Michael Gregoritsch (51.) und Finnbogason (78.). Die Diskussionen um Stieler empfand er als "ein bisschen seltsam".

Für Wolfsburg, betonte Schmidt, werden sie "kein Alibi" sein, vielmehr gelte es, "die richtigen Schlüsse zu ziehen". Wolfsburg, betonte Kapitän Mario Gomez, spiele guten Fußball, die Tabelle sei "scheißegal". Oder, wie Arnold meinte: "Wir dürfen den Baum jetzt nicht anbrennen lassen, wir müssen ihn langsam schmücken."

Auch bei den Augsburgern kam angesichts von Platz acht Feststimmung auf - zumal sie auf mehr hoffen. "Bis Weihnachten", sagte Finnbogason, "sind das alles machbare Spiele..."

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