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Werner: Tor gestohlen, Sieg gesichert

Timo Werner (l.) erzielte für Leipzig den Siegtreffer gegen H96
Timo Werner (l.) erzielte für Leipzig den Siegtreffer gegen H96
Foto: © getty, Matthias Kern
05. November 2017, 10:49

RB Leipzig beendet beim 2:1 gegen Hannover 96 seine Niederlagen-Serie und feiert Matchwinner Timo Werner nach Assist und Tor.

Erst stahl er Mitspieler Marcel Sabitzer das Tor, dann machte er den Sieg perfekt: Auf Schlitzohr Timo Werner war wieder Verlass. Der Nationalspieler führte RB Leipzig mit dem 2:1 (0:0) über Hannover 96 auf den zweiten Tabellenplatz und stand nach seiner Verletzung seit dem 23. September erstmals wieder 90 Minuten auf dem Platz.

"Timo wäre fast der tragische Held geworden. Aber er hat das nicht so hingenommen und noch eine Schippe draufgelegt", sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. In der 23. Minute hatte der Youngster den Schuss von Sabitzer ins gegnerische Tor verlängert - allerdings aus Abseitsposition.

Sabitzer tobte, redete wütend auf Werner ein, weil der Ball nach seiner Meinung auch ohne Werners Berührung ins Tor gegangen wäre. "Das hätte das entscheidende Tor sein können. So war es bis zur 95. Minute für uns ein hartes Stück Arbeit", meckerte Sabitzer, der sich auch nach dem Spiel noch nicht richtig beruhigt hatte.

Hasenhüttl: Werner "hat keine einfache Zeit hinter sich"

Werner wehrte sich. "Als Stürmer hat man den Reflex, den Fuß hinzuhalten", äußerte der Torjäger und glaubte: "Sabi kann das verkraften. Jetzt muss ich ihm im nächsten Spiel einen auflegen, dann ist alles in Ordnung."

Auf dem Platz zeigte Werner die richtige Reaktion. Nach dem 0:1 durch Jonathas (56.) bereitete er das 1:1 durch Yussuf Poulsen (70.) vor und sicherte mit dem Treffer zum 2:1 (85.) den Sieg. Bei seiner Auswechselung in der 90. Minute feierte ihn die Arena mit "Timo-Werner"-Rufen.

"Er hat keine einfache Zeit hinter sich", bemerkte Hasenhüttl. Seit dem Champions-League-Spiel bei Besiktas Istanbul (0:2) litt Werner an einer Blockade der Nackenmuskulatur, kam lange nur zu kürzeren Einsätzen. Hasenhüttl hofft nun, dass alles ausgestanden ist.

Während Werner weiterhin keine Pause bekommt und zur deutschen Nationalmannschaft reist, atmete Hasenhüttl durch. "Die Länderspielpause können wir alle gut gebrauchen", meinte der Österreicher. In den letzten zehn Tagen musste sein Team viermal ran, verlor dreimal, jetzt kam die Wende. "In der Champions League haben wir es nicht so gut gemacht", sagte Hasenhüttl nach dem 1:3 beim FC Porto, "sonst war es okay."

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