Suche Heute Live
Bundesliga
Artikel teilen

Bundesliga
Fußball
(M)

Freiburg hadert mit Video-Rot gegen Söyüncü

Freiburgs Söyüncü kassierte eine umstrittene Rote Karte
Freiburgs Söyüncü kassierte eine umstrittene Rote Karte
Foto: © getty, Alex Grimm
29. Oktober 2017, 21:02

Christian Streich schwieg mehrere Sekunden, dann ließ er seinem Ärger über den umstrittenen Video-Platzverweis freien Lauf.

"Langsam wird es ein bisschen absurd, was so passiert", sagte der Trainer des SC Freiburg nach dem 0:3 (0:2) beim VfB Stuttgart am "Sky"-Mikrofon: "Ich habe gehofft, dass der Videobeweis für mehr Gerechtigkeit sorgt. Aber was ich in der letzten Wochen erlebt habe, ist kaum zu glauben."

Eine Rote Karte gegen Çağlar Söyüncü nach nur zwölf Minuten hatte Streich auf die Palme gebracht. Sein Verteidiger hatte den Ball in der strittigen Szene nach einem langen Pass auf Daniel Ginczek - von diesem stark bedrängt - mit der Hand gespielt.

Schiedsrichter Tobias Stieler ließ zunächst weiterlaufen. Nachdem er ein Signal des Videoassistenten erhalten und die TV-Bilder betrachtet hatte, gab er Freistoß - und Rot.

"Rote Karte ist ein Witz, Videobeweis gehört weg"

Auch Söyüncü stand noch Minuten nach dem Abpfiff vor einem TV-Bildschirm in den Katakomben und schüttelte den Kopf. Immer wieder sah er die Szene, doch verstehen konnte er den Platzverweis nicht. Wie Söyüncü war die gesamte Mannschaft fassungslos.

"Die Rote Karte ist ein Witz, der Videobeweis gehört weg. Das ist ein Schmarrn" sagte Stürmer Florian Niederlechner. "Das ist gegen alles, was ich bei der Regelschulung gelernt habe", sagte auch Freiburgs Manager Jochen Saier.

Fast 80 Minuten mussten die Breisgauer im 33. schwäbisch-badischen Bundesliga-Derby in Unterzahl spielen, Tore von Ginczek (38.), Benjamin Pavard (45.+4) und Simon Terodde (82.) brachten dem 2017 zu Hause unbezwungenen VfB schließlich den vierten Heimsieg im fünften Spiel (ein Remis).

Für den SCF verschärfte sich dagegen die brenzlige Lage im Tabellenkeller.

VfB-Trainer Wolf findet Platzverweis korrekt

Doch der große Aufreger war die Rote Karte. Für VfB-Trainer Hannes Wolf war die Entscheidung korrekt. "Ich habe sofort gesehen, dass er den Ball mit der Hand wischt. Wenn es ein Handspiel ist, ist es die Vereitelung einer Torchance. Das ist natürlich bitter für Freiburg, aber so sind die Regeln, und daran müssen sich die Schiedsrichter halten", sagte Wolf.

Die Freiburger waren auf dem Rasen außer sich. Söyüncü verließ unter Protest den Platz und trat auf dem Weg in die Kabine wutentbrannt in eine Werbebande, Trainer Streich sprang schimpfend durch seine Coaching-Zone und rief immer wieder: "Rot? Rot?" Erst eine Ermahnung von Stieler brachte den Coach zur Ruhe.

Selbst die VfB-Fans in der Cannstatter Kurve waren unzufrieden, sie hielten zwei große Banner in die Luft mit der Aufschrift: "Videobeweis: 100 Prozent Gerechtigkeit? 0 Prozent Fußball!" Dazu sangen sie: "Ihr macht unser'n Sport kaputt!"

Stuttgarter mit Einbahnstraßenfußball

In der Folge sahen 58.872 Zuschauer in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena, darunter Bundestrainer Joachim Löw mit seiner Stuttgarter Pokalsieger-Mannschaft von 1997, Einbahnstraßenfußball.

Der VfB belagerte Freiburgs Strafraum, um den herum die Fünferkette der Gäste die Räume zunehmend vergeblich zu verdichten suchte.

Gegen den Linksschuss von Ginczek aus sechs Metern nach einer leicht abgefälschten Flanke war Torwart Alexander Schwolow schließlich ebenso machtlos wie bei Pavards Kopfball nach einem Freistoß.

Beide Male leistete der starke Startelf-Debütant Berkay Özcan die Vorarbeit. Nach der Pause beseitigte Terodde auch die letzten Zweifel.

22. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
0
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
0
15:30
Sa, 14.02.
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
0
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
0
15:30
Sa, 14.02.
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
0
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
0
15:30
Sa, 14.02.
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
0
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
0
15:30
Sa, 14.02.
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
0
FC St. Pauli
FC St. Pauli
St. Pauli
0
15:30
Sa, 14.02.
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
0
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
0
18:30
Sa, 14.02.
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
0
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
0
15:30
So, 15.02.
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
0
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
0
17:30
So, 15.02.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern21173179:196054
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB21146143:202348
3TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim21133544:281642
4RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig21123640:281239
5VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart21123638:281039
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen20113639:271236
7SC FreiburgSC FreiburgFreiburg2186732:33-130
8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt2177741:46-528
91. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin2167826:34-825
101. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln21651030:34-423
11Hamburger SVHamburger SVHamburger SV2057821:29-822
12Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach2157925:34-922
13FC AugsburgFC AugsburgAugsburg21641124:39-1522
141. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0521561025:33-821
15VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg21541229:44-1519
16SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder21471022:39-1719
17FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli21451220:35-1517
181. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim21341419:47-2813
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg
  • M = Meister der Vorsaison
  • N = Aufsteiger
  • P = Pokalsieger der Vorsaison
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenHarry Kane824
2FC Bayern MünchenLuis Díaz013
3VfB StuttgartDeniz Undav011
4FC Bayern MünchenMichael Olise010
Bor. MönchengladbachHaris Tabakovic010
    * Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.