Mit der 1:3 (1:0)-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach endete danach die lange Heimserie der Kraichgauer in der Bundesliga. Und vor dem Europa-League-Spiel am Donnerstag bei Istanbul Başakşehir heißt es fast schon: Flasche leer bei der TSG. Den Hoffenheimern schwinden Kräfte und Personal.
Nur eines von den vergangenen sieben Spielen im Liga-Alltag, DFB-Pokal mit dem Zweitrunden-Aus in Bremen unter der Woche und Europacup haben die Hoffenheimer gewonnen. Zudem endete vor 30.150 Zuschauern die Serie von 22 zuvor ungeschlagenen Heimspielen.
Die letzte Niederlage gegen Schalke 04 stammte vom letzten Spieltag der Saison 2015/2016. "Am Ende haben die Gladbacher aufgrund der Chancen, ihrer Chancenverwertung und der Power, die sie auf das Feld bekommen haben, verdient gewonnen", räumte Trainer Julian Nagelsmann ein.
Hübner kehrt in Istanbul zurück
Gladbachs Trainer Dieter Hecking sprach von einer "tollen Energieleistung" und einem "perfekten Auswärtsspiel". "Wir hatten heute etwas gut zu machen von vergangener Woche. Das 1:5 gegen Leverkusen wollten wir nicht auf uns sitzen lassen", erklärte Weltmeister Ginter, der erstmals für die Borussia auf der Sechs spielte - und das mit Bravour. Mit diesem Erfolg zogen die Gladbacher in der Tabelle an Hoffenheim vorbei auf Rang sechs.
Schmerzlich traf die Hoffenheimer auch das frühzeitige Aus von Torjäger Mark Uth und Flügelflitzer Pavel Kadeřábek, beide erlitten Muskelverletzungen. In Istanbul ist wenigstens der am Samstag gesperrte Abwehrspieler Benjamin Hübner wieder dabei, den Kraichgauern ist der Kräfteverschleiß aber allmählich anzumerken.
Verletzten-Schnitt pro Spieltag "zu hoch"
"Ich muss sagen, dass wir als TSG schon an die Grenzen kommen", sagte Sportchef Rosen erstmals. Für Nagelsmann besteht die Schwierigkeit bei der Mehrfachbelastung eher darin, immer wieder schnell auf den Punkt fit und konzentriert zu sein. Aber einige wie Andrej Kramarić oder Nationalstürmer Sandro Wagner, der auch keine Länderspielpause und zuletzt Adduktorenprobleme hatte, kämpft mit seiner Form. Zudem wird die dauerverletzte Bayern-Leihgabe Serge Gnabry vermisst.
"Wir haben jetzt leider einen viel zu hohen Schnitt pro Spieltag, was Verletzte betrifft. Gerade was diese muskulären Themen angeht", sagte Rosen, wollte aber nicht hadern: "Das ist ein Fakt, mit dem wir umgehen müssen."
























