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"Punkte tun uns gut": Mainz feiert Befreiungsschlag

Videobeweis: Alle Mann Richtung Strafraum
Videobeweis: Alle Mann Richtung Strafraum
Foto: © getty, Matthias Hangst
24. September 2017, 11:54

Der FSV Mainz 05 hat unter besonderen Umständen einen Befreiungsschlag gegen Hertha BSC gelandet.

Den versöhnlichen Abschluss ihrer persönlichen "Europapokal-Woche" feierten die Kicker des FSV Mainz 05 standesgemäß. Mit Torhüter René Adler als Vorsänger bejubelten die Rheinhessen zur obligatorischen Humba den wichtigen Befreiungsschlag - Art und Weise des Erfolgs rückten dabei in den Hintergrund. "Das ist mir völlig egal. Das Ergebnis ist mir lieber als alles andere", sagte Adler nach dem 1:0 (0:0) gegen Hertha BSC: "Die Punkte tun uns gut."

Mit jeder Menge Kampf und ebenso viel Krampf hatten die Mainzer am Samstag die Zähler gegen schwache Berliner bei sich behalten. Nach der Pleite beim Rekordmeister Bayern München (0:4) und der unglücklichen Niederlage gegen 1899 Hoffenheim (2:3) war das Team von Trainer Sandro Schwarz unter Zugzwang gegen den dritten Europacup-Teilnehmer binnen acht Tagen angetreten, ein Erfolg war bitter nötig - und die mäßige und zuweilen verunsicherte Vorstellung vielleicht auch deshalb die wenig überraschende Folge.

Schwarz "hochzufrieden"

"Ich bin hochzufrieden, dass wir auch solche Spiele gewinnen können", sagte Schwarz. Dass trotz einer erschreckend schwachen Offensive und zahlreichen Unzulänglichkeiten "am Ende das richtige Ergebnis auf der Tafel" stehe, äußerte Schwarz, "macht uns einfach glücklich. Wir gehen mit einem guten Gefühl nach Hause."

Neben Adler, der in der Schlussphase den zweiten Saisonsieg festhielt, hatten Angreifer Pablo De Blasis und Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) daran den größten Anteil. Schließlich erzielte De Blasis (54.) das siegbringende 500. Bundesliga-Tor der Mainzer Vereinsgeschichte durch einen Foulelfmeter, auf den Stieler erst nach Rücksprache mit seinem Videoassistenten Benjamin Cortus entschied.

"Sieg verdient"

"Ich habe einen klaren Stoß gesehen", sagte Stieler über die Szene, in der Herthas Abwehrspieler Karim Rekik den Mainzer Yoshinori Muto zu Fall gebracht hatte. "Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen", lobte sogar Berlins Trainer Pál Dárdai, der sich nicht gerade selten mit den Schwarzkitteln anlegt.

Auch Adler lobte Stielers "souveräne Leitung" in einer "wenig ansehnlichen" Partie. "Solche Spiele sind aber extrem schwierig, weil man permanent konzentriert sein muss", berichtete der ehemalige Nationaltorhüter. "Wir waren ständig da und der Sieg deshalb auch verdient."

Für den Mainzer Sportchef Rouven Schröder war der Erfolg vor 23.517 Zuschauern zudem nicht nur "der Lohn für ein ordentliches Spiel", nein, er veränderte sogar die Vorzeichen für die kommenden Aufgaben komplett. "Wir sind froh, dass wir die Woche so abschließen konnten", sagte der 41-Jährige: "Mit sechs Punkten aus sechs Spielen schaut die Sache ganz anders aus. Jetzt können wir uns auf die nächste Woche freuen."

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