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Werder-Horror: Pleite gegen Schalke, Kruse kaputt

Mal wieder tief im Keller: Werder Bremen
Mal wieder tief im Keller: Werder Bremen
Foto: © getty, Martin Rose
16. September 2017, 17:25

Der Bann ist gebrochen: Der FC Schalke 04 hat seinen ersten Auswärtssieg der Saison eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco gewann bei ihrem Lieblingsgegner Werder Bremen mit 2:1 (1:1) und holte sich mit dem dritten Sieg im vierten Spiel weiteres Selbstvertrauen für die Partie gegen Rekordmeister Bayern München am Dienstag.

Abwehrchef Lamine Sané brachte die Hausherren in der 20. Minute zwar in Führung, doch Schalke kam nur zwei Minuten später durch ein kurioses Eigentor von Miloš Veljković, bei dem sich gleich drei Bremer gegenseitig behinderten, zum Ausgleich. Nationalspieler Leon Goretzka drehte kurz vor dem Ende (83.) das Spiel komplett.

Für Schalke war es der 14. Erfolg an der Weser, bei keinem anderen Team feierten die Königsblauen mehr Auswärtssiege im Oberhaus. Werder Bremen setzte seine Negativserie unterdessen fort. Das Team von Trainer Alexander Nouri steckt mit nur einem Punkt im Tabellenkeller fest und wartet saisonübergreifend seit sieben Spielen auf einen Dreier.

Zu allem Überfluss müssen die Bremer in den kommenden Wochen wohl auf Max Kruse verzichten. Der Angreifer wurde nach einer guten Viertelstunde mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ausgewechselt.

Duell mit offenem Visier

Die 42.100 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion erlebten einen munteren Nachmittag. Beide Teams kämpften mit offenem Visier und suchten immer wieder den Weg nach vorne. Vor allem den Hausherren, die mit der gleichen Elf wie beim ersten Punktgewinn der Saison vor Wochenfrist bei Hertha BSC (1:1) begannen, war der unbedingte Wille deutlich anzumerken.

Doch auch Schalke versteckte sich keineswegs. Coach Tedesco setzte im Angriff erstmals von Beginn an auf Guido Burgstaller. Nabil Bentaleb, der in den ersten drei Spielen schon zwei Mal getroffen hatte, und der Ex-Bremer Franco Di Santo saßen zunächst nur auf der Bank.

Werder mit den besseren Chancen

Den besseren Start in die Partie erwischte aber Werder. Dabei ließen sich die Gastgeber auch von der schweren Verletzung Max Kruses zunächst nicht aus dem Konzept bringen - im Gegenteil: Nach einem Kopfball von Ludwig Augustinsson an den Pfosten drückte Sané den Ball über die Linie.

Auch nach dem unglücklichen Ausgleich per Kopfball-Eigentor, bei dem Veljković von einem Fallrückzieher-Versuch von Sané am Kopf getroffen wurde und das Leder in der Folge in den eigenen Kasten köpfte, hatten die Bremer mehr vom Spiel. Die beste Chance vergab Florian Kainz, dessen Kopfball Schalke-Keeper Ralf Fährmann mit einem starken Reflex über die Latte lenkte (36.). Die Gäste hatten ihre beste Möglichkeit der ersten Hälfte zwei Minuten später durch Yevhen Konoplyanka, der aus 18 Metern knapp verzog.

Im zweiten Abschnitt hatte Schalke zunächst mehr vom Spiel, die besseren Chancen aber weiter Werder. Fin Bartels (60.) und Kainz (71.) zielten allerdings drüber. Sieben Minuten vor dem Ende traf dann Goretzka nach einem Eckball.

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