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Schwachstelle Sektor drei: Márquez erklärt Quali-Crash

Marc Márquez hat seinen Quali-Crash erklärt
Marc Márquez hat seinen Quali-Crash erklärt
Foto: © getty, Mirco Lazzari gp
09. September 2017, 20:39

Eine halbe Minute vor dem Ende des zweiten Qualifying-Abschnitts versenkte Marc Márquez seine Honda im italienischen Kies. Der Spanier riskierte etwas zu viel auf seinem allerletzten Versuch, um doch noch die fünfte Pole-Position in Serie einfahren zu können. Seine vorangegangene Rundenzeit bescherte ihm immerhin noch Platz drei in der Startaufstellung von Misano. Eine 1:32.636 Minuten war um knappe zwei Zehntelsekunden langsamer als die Bestzeit von Maverick Vinales.

"Abgesehen vom Crash bin ich sehr glücklich heute", fasst der Spanier seinen Samstag zusammen. Die Ursache für seinen Ausrutscher war schnell gefunden: "Auf dem zweiten Reifensatz (Medium; Anm. d. Red.) fühlte ich mich noch etwas besser, leider bin ich aber auf die rote Markierung gekommen, dann wurde ich etwas weit. Ich dachte, ich hätte alles unter Kontrolle, doch als ich die weiße Markierung berührte, habe ich die Front verloren." In Kurve 13 war Endstation für Márquez. Er kam nicht mehr rechtzeitig vor Ablauf des Q2 zurück an die Box.

Im ersten Sektor schaffte er auf der Sturzrunde eine persönliche Bestzeit, im zweiten blieb er knapp dahinter. Der dritte Sektor wurde ihm dann zum Verhängnis. Ein Blick in die Daten verrät: Dort konnte er im Qualifying nur die achtschnellste Zeit fahren, während er vor allem im zweiten und vierten Streckenabschnitt zu den Schnellsten zählte. "Wir werden uns dort nicht wahnsinnig stark verbessern. Dieser Sektor besteht aus schnellen Kurven, normalerweise ist das unsere Schwachstelle", erklärt der Weltmeister.

"Starkes Selbstvertrauen"

In den anderen drei Sektoren seien die Probleme wesentlich geringer, doch zwischen den Kurven 9 bis 13 bekommt Márquez auf der Honda Probleme. "Sobald ich in schnellen Kurven mehr pushen möchte, wird das Bike nur instabiler. Das ist sehr heikel. In diesem Sektor muss ich versuchen, einfach durchzufahren und an anderen Stellen versuchen zu pushen", erklärt er seine Strategie für das Rennen. Außerdem seien die Vibrationen geringer, wenn er hinter einem anderen Bike fährt. Das sollte ihm im Rennen helfen.

Ein weiterer Pluspunkt für Márquez könnte das wechselhafte Wetter am Sonntag werden. "Schon im dritten Training fühlte ich mich sehr gut. Im vierten Training hatte ich dann durch die höhere Temperatur größere Probleme. Morgen wird es wieder kühler, das sollte mir entgegenkommen", vermutet der 24-Jährige. Während die Streckentemperatur am Vormittag bei angenehmen 27 Grad Celsius lag, heizte die Sonne den Asphalt am Nachmittag auf bis zu 39 Grad auf.

"Für mich war es sehr wichtig, dass ich schon gestern bei weniger Grip schnell war. Auch heute Vormittag war ich bei kühlen Bedingungen gut, ebenso am Nachmittag. Ich bin demnach immer mit dabei, das verschafft mir ein starkes Selbstvertrauen", merkt er trotz des Crashs in Q2 an. Im dritten Training konnte er sogar den Ton angeben, im vierten war er auf dem zweiten Platz zu finden.

Fehler vermeiden

Am Nachmittag fuhr er im vierten Training zwei Rennsimulationen über acht und sieben Runden. Er benutzte dabei jeweils die Kombination aus dem harten Vorderreifen und dem Medium-Hinterreifen. "Der Rhythmus auf dem gebrauchten Reifen war gut. Ich fühle mich gut auf dem Bike. Es scheint, dass wir eine ähnliche Pace wie Maverick und Andrea haben, daher erwarte ich ein sehr enges Rennen."

Sein Plan für Sonntag sieht vor, bei schwierigen Bedingungen "clever und vorsichtig" zu sein. "Ein Fehler könnte zum großen Problem für die Weltmeisterschaft werden", weiß Márquez genau. "Es wird aber kühler, was mir helfen sollte." Die WM hat der Titelverteidiger jedenfalls fest im Blick. Dennoch schiebt er Ducati-Fahrer Andrea Dovizioso den Favoritenbonus zu: "Andrea ist im Moment der Favorit, weil er in Führung liegt. Er ist neun Punkte vorne. Aber wir werden versuchen, diesen kleinen Rückstand aufzuholen." Sollte Márquez in San Marino der vierte Saisonsieg gelingen und Dovizioso Dritter werden, hätte er dieses Vorhaben vorerst gemeistert.

San Marino GP 2017

1SpanienMarc Márquez50:41.565m
2ItalienDanilo Petrucci+1.192s
3ItalienAndrea Dovizioso+11.706s
4SpanienMaverick Viñales+16.559s
5ItalienMichele Pirro+19.499s

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