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Werner und Keïta zu schnell für den HSV

Brandgefährliches Duo: Naby Keïta und Timo Werner
Brandgefährliches Duo: Naby Keïta und Timo Werner
Foto: © dpa
09. September 2017, 09:21
sport.de
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Vor dem ersten Auftritt in der Champions League gegen Monaco hat sich der Leipziger Sturm gegen den HSV warmgeschossen. Beim ersten Auswärtssieg der jungen Bundesliga-Spielzeit zeigten die Sachsen den Gastgebern ihre Grenzen auf.

Drei Halbzeiten Anlauf leistete sich der Meisterschaftszweite, um in der neuen Spielzeit Fahrt aufzunehmen. Nach dem 0:2 auf Schalke und den ersten 45 Minuten gegen Freiburg (4:1) startete die Elf von Ralph Hasenhüttl erst richtig durch.

Auch in Hamburg klappte es nicht mit einem frühen Tor - gegen die gut gestaffelte Defensive der Hanseaten war zunächst kein Durchkommen. "Immer mehr Gegner stellen sich gegen uns hinten rein. Der Trainer sagt immer, wir müssen geduldig bleiben, den Ball in den eigenen Reihen halten und dann zielstrebig nach vorne spielen", sagte Marcel Halstenberg.

Ein Sonntagsschuss des überragenden Naby Keïta in der 67. Minute ebnete den Weg zum Sieg für die Sachsen. Timo Werner bewies seine Klasse, als er nach Pass des neuen Kollegen Kevin Kampl nach einem Sololauf zum 2:0 einschob. "Rakete Werner?" (O-Ton Bundestrainer Joachim Löw). Nein, an das Lob denke er nicht, wenn er vor dem Tor auftauche, versicherte der 21-Jährige: "Ich bin ein Stürmer von RB Leipzig, der seinen Job ganz gut erledigt", meinte er bescheiden. Nach 21 Treffern in der Vorsaison ist in der derzeitigen Form wieder einiges von dem Youngster zu erwarten. Beeindruckend findet Hasenhüttl die "Mischung aus Ruhe am Ball und Zug zum Tor".

Niederlage "auch der Frische geschuldet"

Derweil plagen den HSV zunehmend personelle Sorgen wegen des relativ kleinen Kaders. Nun droht nach den Verletztungen von Nicolai Müller (Kreuzbandriss) und Aaron Hunt (Muskelfaserriss) auch noch der Ausfall der angeschlagenen Filip Kostić (Oberschenkelzerrung), Rick van Drongelen und Albin Ekdal.

HSV-Coach Markus Gisdol beklagte sich erneut über die Ansetzung der Partie am Freitag und die große Belastung seiner Nationalspieler. "Es hat nicht alles zusammengepasst, das ist auch der Frische geschuldet." Bereits im Vorfeld der Partie hatte Gisdol darauf hingewiesen, dass man in der Abwehr nicht gerade üppig aufgestellt sei.

Erneute Übertragungspanne

Weil die Übertragung des "Eurosport Players" erneut nicht fehlerfrei blieb, regte sich Gisdol richtig auf: "Ich muss aufpassen, mich nicht in Rage zu reden. Was momentan passiert, ist eine Katastrophe für den Fußball. Der Fan muss alles ausbaden", sagte der HSV-Coach im Anschluss an die Partie.

Er appellierte an die Sender "Eurosport" und "Sky", eine Lösung für die Freitagsspiele zu finden: "Da muss doch irgendwo mal ein Punkt gesetzt werden." Schon beim Auswärtsspiel des HSV in Köln hatte es Übertragungsprobleme gegeben.

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