Hertha-Trainer Pál Dárdai freut sich auf das Bundesliga-Debüt von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beim Heimspiel der Berliner am Sonntag (um 15:30 Uhr im Liveticker) gegen Werder Bremen.
"Wenn jemand so gut pfeift, ist es egal, ob Frau oder Mann. Sie hat hier schon in der 2. Liga gepfiffen, ich glaube fehlerfrei, wunderbar", sagte der Ungar am Freitag auf der Pressekonferenz.
Die 38 Jahre alte Polizeikommissarin war im Mai als erste Frau in die höchste deutsche Spielklasse befördert worden. Zuvor hatte sie bereits zehn Jahre in der 2. Liga insgesamt 80 Spiele gepfiffen.
Hertha würdigt die Premiere mit einer besonderen Aktion: Der Klub bietet 500 "Bibiana-Steinhaus-Tickets" für Frauen mit einem Sondernachlass in Höhe von 50 Prozent an.
"Ich will ein Tor mehr schießen als Werder Bremen"
Als Ziel für das kommende Spiel gegen die Hansestädter gab Dárdai nach der Niederlage in Dortmund am letzten Spieltag einen Sieg aus: "Ich will ein Tor mehr schießen als Werder Bremen. Letztes Mal hat es nicht geklappt, das schmerzt immer noch ein wenig", so der ehemalige Mittelfeldspieler.
"Wir haben ein gutes Training gehabt. Auch Salomon Kalou, der viel Reisestress hatte, hat gut gearbeitet", sagte der 41-Jährige zum Leistungsstand seiner Mannschaft. Kalou war unter der Woche mit dem ivorischen Nationalteam im Einsatz.
Auch über die Anwesenheit des Japaners Genki Haraguchi freute sich der Erfolgscoach: "Ich arbeite sehr gerne mit ihm zusammen. Wir wissen was wir an ihm haben". In der abgelaufenen Transferphase hatte es zunächst so ausgesehen, als würde der Rechtsaußen die Hauptstädter gen England verlassen. Ein Transfer war jedoch nicht zustande gekommen.
Keine Angst vor Doppelbelastung
Am Sonntag kann die Alte Dame auch wieder auf Per Skjelbred zurückgreifen. "Er ist gesund, hat heute im Training wieder gefightet. Es sieht gut aus für ihn", so der Ungar über den Norweger, der sich unter der Woche krank vom Training abgemeldet hatte. Auch der verletzte Neuzugang Valentino Lazaro sei bald wieder einsatzbereit.
Über die anstehende Europa-League-Partie gegen Athletic Bilbao wollte der Übungsleiter indes noch nicht reden. Wichtig sei, sich zunächst darauf zu konzentrieren, gegen Bremen ein Team aufzustellen, "was gewinnt".
Vor der Doppelbelastung durch Liga und europäischem Wettbewerb sorgte sich das Hertha-Urgestein nicht. "Unsere Fitnesstrainer haben sich monatelang darauf vorbereitet, wie wir den Spielern bei der Regeneration helfen", gab er sich optimistisch.

























