Jonas Folger hat beim Großen Preis von Katalonien den sechsten Platz belegt und damit das beste Ergebnis seiner MotoGP-Karriere egalisiert.
Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya zeigte der 23-Jährige eine starke Vorstellung, verpasste aber ein besseres Ergebnis, da er kurz vor dem Ziel seinen Yamaha-Teamkollegen Johann Zarco passieren ließ.
Der Italiener Andrea Dovizioso (Ducati) feierte eine Woche nach seinem Triumph beim Heimrennen in Mugello den nächsten Sieg, Weltmeister Marc Márquez wurde vor seinem spanischen Landsmann Dani Pedrosa (beide Honda) Zweiter.
Folger bereits in Argentinien Sechster, hatte am gesamten Wochenende überzeugt. Beim Warm-up am Sonntagvormittag war der Oberbayer Schnellster und fuhr auch im Rennen mit den Besten mit. "Ich bin sehr glücklich mit Jonas, vor allem in der ersten Rennhälfte", sagte Teamchef Herve Poncharal: "Gegen Ende hatte ich etwas Angst, dass noch etwas mit seinem Teamkollegen passiert. Aber wir sind sehr zufrieden, und das Beste wird noch kommen."
Pedrosa gewinnt den Start
Den Start konnte zwar Pole-Mann Pedrosa für sich entscheiden, doch Jorge Lorenzo ging noch in der ersten Runde am kleinen Spanier vorbei. Marquez stürmte nach einer Berührung mit Danilo Petrucci auf den zweiten Platz. Auch Jonas Folger konnte sich nach vor arbeiten und lag nach den Toppiloten in der Führungsgruppe auf dem fünften Platz. Er stellte in der dritten Runde einen neuen Streckenrekord auf und jagte Dovizioso auf Platz vier.
Die Yamahas konnten beim Start keine Plätze aufholen. Valentino Rossi lag weiterhin auf dem 13. Rang, arbeitete sich aber kontinuierlich nach vorne und duellierte sich mit Johann Zarco. Der große Verlierer des Starts war Maverick Vinales. Der WM-Leader fiel bis auf den 15. Rang zurück und musste sich mit Cal Crutchlow und Loris Baz um den letzten WM-Punkt duellieren.
An der Spitze konnte Lorenzo die Führung über mehrere Runden halten, doch Titelverteidiger Márquez war ihm dicht auf den Fersen und übernahm schließlich in Runde fünf die Führung. Pole-Mann Pedrosa, der als großer Favorit in sein Heimrennen ging, musste sich mit der zweiten Position begnügen. Wie schon in Mugello verlor Lorenzo plötzlich immer mehr an Boden und wurde durchgereicht. Nach zehn Runden lag er nur noch auf der achten Position.
Honda-Duell um die Spitze
An der Spitze kristallisierte sich ein internes Honda-Duell um die Führung heraus. Pedrosa verwies Marquez auf den dritten Platz, denn auch Italien-Sieger Dovizioso wollte ein Wörtchen mitreden. Folger lag als bester Yamaha-Pilot in Schlagdistanz, er konnte die Pace der Spitze durch die Duelle an der Front mitgehen und Petrucci auf Platz fünf auf Abstand halten. Dahinter bemühten sich Alvaro Bautista, Zarco, Lorenzo und Rossi um den Anschluss.
Neun Runden vor Rennende übernahm Dovizioso die Führung von Pedrosa mit großem Topspeed-Überschuss in Kurve 1. Er versuchte sich von dem Honda-Duo abzusetzen und baute seinen Vorsprung in nur einer Runde auf eine Sekunde aus. Marquez wollte den Italiener nicht ziehen lassen und überholte Pedrosa, der etwas schwächelte. Die Hondas konnten jedoch nichts mehr herausholen und mussten Dovizioso ziehen lassen.
Die Top 3 im Visier
Folger, der sein erstes MotoGP-Podium im Visier hatte, musste in der Schlussphase einen kleinen Abstand auf die Top 3 aufreißen lassen. In einem Duell mit Petrucci um den vierten Platz konnte er nichts entgegensetzen. Dahinter lauerte bereits Lorenzo, der sich in den Top 6 halten konnte. Während die Duactis mit dem harten Reifen besser zurechtkamen, musste der Tech-3-Rookie auf dem Medium auch den Mallorquiner und seinen Teamkollegen Zarco passieren lassen. Am Ende wird es Platz sechs. Petrucci kam in der Schlussphase noch zu Sturz
