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"Krieg dem DFB": Dresden droht erneut Ärger

Besucher aus Dresden nahmen sich in Karlsruhe daneben
Besucher aus Dresden nahmen sich in Karlsruhe daneben
Foto: © Huebner/Ulrich
15. Mai 2017, 15:55

Gewalt-Ausbrüche, fragwürdige Militär-Outfits und eine Kriegserklärung an den DFB: Problemfans von Dynamo Dresden haben ihrem Klub mit neuerlichen Ausschreitungen und einer lange geplanten Aktion wieder ein mal viel Ärger eingehandelt. Selbst Bundesinnenminister Thomas de Maizière war erbost.

"Die martialischen Szenen vor dem Spiel Karlsruhe gegen Dresden sind völlig inakzeptabel. Begriffe wie 'Krieg' haben mit sportlichen Wettbewerb nichts zu tun", sagte de Maizière der "Heilbronner Stimme": "Wer Ordner und Polizisten attackiert, ist in Wahrheit kein Fußballfan und gehört nicht ins Stadion, sondern hinter Schloss und Riegel."

Auch Dynamo verurteilte die Vorfälle nach dem Sieg in Karlsruhe (4:3), während der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bund am Montag bereits ein Ermittlungsverfahren gegen die Klubs einleitete. "Jede verletzte Person beim Fußball ist eine zu viel. Die verletzten Polizeibeamten, Ordner, Mitarbeiter und Fans bitten wir im Namen des Vereins um Entschuldigung", sagte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge.

15 verletzte Beamte und 21 verletzte Ordner

Einer der negativen Höhepunkte der "Fan"-Aktion war ein Banner mit der Aufschrift "Krieg dem DFB". Auf einem weiteren Plakat war außerdem ein riesiges, durchgestrichenes DFB-Logo zu sehen. "Die Vorkommnisse in Karlsruhe waren auf unserem Weg zweifelsohne ein Rückschlag", sagte Dresdens kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born.

Schon vor dem Anpfiff marschierten die Dynamo-Fans einheitlich im Militär-Look mit der Aufschrift "Football Army Dynamo Dresden" auf ihren Camouflage-Shirts durch Karlsruhe und sorgten dabei für Wirbel. Während des Marsches wurden unter anderem Rauchbomben und andere Pyrotechnik gezündet. Am Ende des Tages gab es nach Angaben der Polizei 15 verletzte Beamte und 21 verletzte Ordner zu beklagen.

Imbissstände geplündert

Einige Gästefans "benahmen sich ganz erheblich daneben", wie Einsatzleiter Fritz Rüffel feststellte. In Dresden sollen die Vorfälle nun sachlich aufgearbeitet werden. "Das ist eine Sache, die wir ganz in Ruhe analysieren und keine vorschnellen Schlüsse ziehen. Dann werden wir mit Sicherheit unsere Konsequenzen daraus ziehen", sagte Born.

Immer wieder wurden pyrotechnische Gegenstände gezündet und teilweise gezielt auf Polizisten geworfen. Insgesamt waren offiziell 2004 Dresdner Fußball-Fans beim letzten Auswärtsspiel der Saison in Baden-Württemberg dabei. Einige von ihnen sorgten auch dafür, dass die Eingangstore zum Stadion überrannt und später die Imbissstände im Gästebereich "regelrecht geplündert und dabei das Personal massiv angegangen" wurde, hieß es.

"Das können wir nicht einfach ignorieren"

Während sich die Dresdner in einschlägigen Ultra-Foren im Internet für ihre vermeintlich kreativen Aktionen im Block feiern ließen, gab es weitere scharfe Kritik. "Wir mussten bei einem Fußballspiel wieder einmal Dinge sehen, die wir wirklich nicht sehen wollen. Das können wir nicht einfach ignorieren. Das zeigt, wie notwendig es ist, dass wir uns intensiv mit dem Thema beschäftigen", sagte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl.

Dynamo kündigte eine intensive Aufarbeitung an. "Gemeinsam mit allen beteiligten Sicherheitsträgern" soll analysiert werden, "was konkret geschehen ist, welche Verstöße begangen worden sind und wie es zu den Vorfällen kommen konnte", sagte Born. Zuvor hatte der Klub bereits getwittert: "Gewalt, Kriegsrhetorik und Panzer auf Zaunfahnen? Die SGD ist stark und ruhmreich. Aber ganz gewiss nicht so."

Doch dem DFB gehen die bisherigen Reaktionen des achtmaligen DDR-Meisters noch nicht weit genug. Sie blieben "weit hinter dem zurück, was jetzt notwendig ist", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch. Man werde deswegen nun "sehr aufmerksam das Verhalten des Vereins und die Maßnahmen, die dort aus den Vorfällen gezogen werden" beobachten. Außerdem sollen die "schwerwiegenden Vorkommnisse" am kommenden Freitag auch vom DFB-Präsidium besprochen werden.

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