Der deutsche Meister André Greipel hat beim 100. Giro d'Italia seinen zweiten Tagessieg knapp verfehlt. Der 34-Jährige vom Team Lotto-Soudal musste sich am Mittwoch im Massensprint der 159 km langen fünften Etappe von Pedara nach Messina mit dem vierten Platz begnügen und den Erfolg Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) überlassen.
Der 22 Jahre alte deutsche Nachwuchs-Sprinter Phil Bauhaus (Sunweb) überzeugte als Fünfter. Das Rosa Trikot des Gesamtführenden behielt der Luxemburger Bob Jungels (Quick-Step Floors).
Der zweimalige Bahnrad-Weltmeister Gaviria aus Kolumbien feierte derweil seinen zweiten Tagessieg bei der Jubliäumsausgabe der Italien-Rundfahrt. Er verwies Jakub Mareczko (Wilier Triestina) und den Iren Sam Bennett vom deutschen Team Bora-hansgrohe auf die Plätze.
"Es war ein guter Sprint, das Team hat mich perfekt unterstützt. Der Wind kam zwar heftig von vorne, aber wir haben gewonnen", so Gaviria nach seinem Erfolg.
Die obligatorische Fluchtgruppe bestand lediglich aus zwei Fahrern. Evgeny Shalunov (Gazprom-Rusvelo) und Macej Paterski (CCC Sprandi) fuhren lange ein einsames Rennen an der Spitze und wurden 15 Kilometer vor dem Ziel eingeholt.
Böses Erwachen nach dem vermeintlich größten Erfolg seines Lebens
Die heiße Phase des Rennens begann mit einem peinlichen Manöver von Luka Pibernik: Siegessicher fuhr der Slowene mit ausgebreiteten Armen jubelnd über den Zielstrich, übersah dabei aber schlicht, dass nach der Zieldurchfahrt noch eine weitere Runde zu fahren war. Irritiert sah sich der Helfer des Titelverteidigers Vincenzo Nibali in dessen Geburtsstadt um und wurde vom heraneilenden Feld überholt.
Sechs Kilometer später ging es wirklich um den Sieg. Greipel im violetten Trikot des Punktbesten hatte in den wichtigen Positionskämpfen Mühe und setzte bereits mit einem größeren Rückstand auf Gaviria zum Sprint an - die Lücke war letztlich jedoch zu groß für den "Gorilla".
Die nächste Chance auf einen Erfolg bietet sich Greipel bereits am Donnerstag. Die 217 km lange Flachetappe von Reggio Calabria zur Thermalquelle Luigiane dürfte erneut in einem Massensprint enden.




