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FCI: Walpurgis mit der Lizenz zum Absteigen

Maik Walpurgis bleibt unabhängig vom Saisonausgang FCI-Coach
Maik Walpurgis bleibt unabhängig vom Saisonausgang FCI-Coach
Foto: © imago sportfotodienst
05. April 2017, 11:42

Maik Walpurgis kann sich im Abstiegskampf der Bundesliga auf das Wesentliche konzentrieren. Der Trainer des Tabellenvorletzten FC Ingolstadt muss sich keine Gedanken um seine Zukunft machen - unabhängig vom Ausgang der Saison.

Die Schanzer haben frühzeitig die Weichen gestellt, auch für den Fall des Abstiegs. Vor gut einer Woche wurde der Vertrag mit Walpurgis bis 30. Juni 2018 verlängert, unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit. Der 43-Jährige hat quasi die Lizenz zum Absteigen.

Es ist ein klares Bekenntnis der Ingolstädter Verantwortlichen zu Walpurgis, der Mitte November Markus Kauczinski abgelöst hatte. "Maik genießt unser Vertrauen, und wir sind froh, dass wir schon jetzt Klarheit über die Position des Cheftrainers haben", betonte Geschäftsführer Harald Gärtner nach der Vertragsverlängerung. So könne der FCI "die weiteren Planungen in den nächsten Wochen vorantreiben".

FCI-Präsident verspricht: "Machen keine Schulden"

Der FCI fährt dabei zweigleisig, auch wenn Präsident Peter Jackwerth "weiter an den Klassenerhalt glaubt". Sollte es nicht klappen, steht neben der Trainer-Personalie eins schon fest. Ingolstadt werde "definitiv" keine Schulden machen, so Jackwerth im "kicker"-Interview, "das will ich mir nicht antun, das wäre das Ende für den FC Ingolstadt 04. Wenn ein Verein wirtschaftlich kaputt ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis es ihn zerreißt."

Vielmehr soll in Ingolstadt auch bei einem Abstieg weiter die Vernunft walten. "Mit dem Trainer und einer vernünftigen Kaderplanung könnten wir etwas aufbauen, um mittelfristig wieder anzugreifen", sagte Jackwerth.

Eine entscheidende Rolle soll dabei Walpurgis spielen. "Er ist ein Typ mit einem guten Auftreten, kann dir in die Augen schauen. Er ist sachlich, immer bescheiden, kein abgehobener Typ. Das passt zu uns", lobte Jackwerth den Coach, der zuvor maximal in der 3. Liga gearbeitet hatte.

Walpurgis stehe "genau wie unser Klub für Ehrgeiz sowie Entschlossenheit, und wir wollen künftig gemeinsam das Beste für den FC Ingolstadt 04 erreichen", ergänzte Manager Thomas Linke.

Walpurgis geht den Weg aus Überzeugung mit. Er fühle sich "in Ingolstadt sehr wohl", sagte er vor dem Abstiegsderby in Augsburg am Mittwochabend: "Wir werden weiterhin alle Kräfte mobilisieren, und ich möchte meinen Beitrag für eine erfolgreiche Zukunft der Schanzer leisten."

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