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Werder nach Delaney-Gala bescheiden: "Harter Weg"

Thomas Delaney (M.) war nach dem Sieg in Freiburg zufrieden
Thomas Delaney (M.) war nach dem Sieg in Freiburg zufrieden
Foto: © imago sportfotodienst
02. April 2017, 10:00

Die für ihn selbst "unglaubliche" Tore-Gala ließ Werder Bremens Thomas Delaney sogar für kurze Zeit an Wunder glauben. "Kaum zu fassen, sie geschehen ja offensichtlich", sagte der bestens gelaunte Däne zum ersten Dreierpack seiner Karriere beim 5:2-Erfolg beim SC Freiburg.

Die eiskalte Chancenauswertung des Winter-Neuzugangs stand sinnbildlich für die Effizienz der Bremer bei ihrem sechsten Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage. Für ein Werder-Wunder im Kampf gegen den Bundesliga-Abstieg sorgte aber auch der spektakuläre Auftritt des 25-Jährigen nicht.

Denn der Abstand auf Relegationsplatz 16 beträgt trotz der jüngsten Erfolgsserie lediglich drei Punkte. Die Situation ist kurios: Seit Wochen spielt Werder unter Trainer Alexander Nouri erstaunlich konstant; noch nie blieb die Mannschaft unter dem 37-Jährigen so lange unbesiegt; in Freiburg nutzten die Gäste ihre wenigen Chancen wie ein Spitzenteam aus - und dennoch könnte sich die Situation bei einer Niederlage im nächsten Match am Dienstag (20:00 Uhr) gegen den FC Schalke 04 wieder deutlich verschlechtern.

Der Grund: "Die Mannschaften hinter uns lassen ja auch nicht nach", sagte Angreifer Max Kruse. Zwar stehen mit dem FC Ingolstadt und dem SV Darmstadt 98 die beiden direkten Absteiger schon so gut wie fest. Den Kampf gegen das Abrutschen auf den Relegationsplatz machen derzeit aber fast zehn Teams unter sich aus. Sogar die Schalker auf dem neunten Rang sind nur fünf Punkte vom FC Augsburg auf Rang 16 entfernt. Angesichts der extrem engen Situation in der Tabelle wäre für Werder bei anhaltender Erfolgsserie sogar noch der Sprung in den Europapokal drin. Was aber kein Thema sei, sagte Nouri.

Nouri: "Sind wieder als Einheit aufgetreten"

"Wir wissen, dass es weiterhin ein weiter und harter Weg wird", sagte Geschäftsführer Frank Baumann. Denn dem Erfolg in Freiburg lag vor allem spielerisch keine Glanzleistung zugrunde. Werder war schwach gestartet, spielte ohne Mut, Freiburg rannte fast permanent an. Erstligareif präsentierte sich zunächst nur die Bremer Defensive, an der die Breisgauer sich immer wieder festrannten - was Bremen in der Folge gnadenlos bestrafte.

"Bremen hatte heute natürlich eine Effizienz und einen Spielverlauf - da hofft man jetzt nicht als Gegner, dass das jede Woche so ist", sagte SC-Trainer Christian Streich.

"Für mich zählt, dass wir heute wieder als Einheit aufgetreten sind und mit unheimlich viel Herz als Team", sagte dessen Gegenüber Alexander Nouri. Und der Coach betonte, dass seine Mannschaft das auch in den kommenden Spielen tun müsse. Sonst könnte die schöne Serie letztlich wertlos sein.

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