René Adler vom Hamburger SV sieht ein deutlich verändertes Kräfteverhältnis in der Bundesliga.
"Vor zehn, zwölf Jahren sind wir als Bayer Leverkusen mit einem anderen Gefühl zu einem vermeintlich Kleineren gefahren und wussten: Wenn es normal läuft, können wir den Dreier einfahren. Das ist heute anders", sagte Adler der "Bild". "Die Liga ist ausgeglichener."
Der Schlussmann, der 2012 von Leverkusen nach Hamburg wechselte, lobt Vereine wie Freiburg und Mainz. Dort werde "fantastische Arbeit" geleistet, meinte der 32-Jährige. "Nur weil die großen Klubs einen höheren Etat haben, heißt das nicht, dass sie besseren Fußball spielen."
"Aus der Tradition heraus eine andere Erwartungshaltung"
Für die großen Klubs sei es heute komplizierter. "Es ist aus der Tradition heraus generell eine andere Erwartungshaltung in der Stadt, bei den Medien, aber das darf keine Ausrede sei", betonte Adler. Das sei bei Schalke, Wolfsburg und Leverkusen ähnlich.
Allerdings erschwere die Entwicklung auch einen erfolgreichen Kampf gegen den Abstieg, besonders bei besagten Traditionsklubs: "Der Druck bei diesen Teams ist schon ein anderer als bei Vereinen, die vor der Saison ganz klar das Ziel Klassenerhalt ausgegeben haben."
































