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Ismaël: Hätten "4:2 oder 5:2 gewinnen müssen"

Valérien Ismaël konnte mit dem Endergebnis überhaupt nicht zufrieden sein
Valérien Ismaël konnte mit dem Endergebnis überhaupt nicht zufrieden sein
Foto: © getty, Martin Rose
25. Februar 2017, 07:21

Auch nach der unglücklichen 1:2 (1:2)-Heimniederlage im norddeutschen Abstiegsgipfel gegen Werder Bremen glaubt Wolfsburgs Trainer Valérien Ismaël an eine positive sportliche Entwicklung bei den Niedersachsen. "Irgendwann dreht sich das Rad", sagte der Franzose mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel bei Mainz 05.

"Das ist heute eine Niederlage, die extrem weh tut. Ich glaube, dass wir unser bisher bestes Spiel abgeliefert haben. Es war überragend, wie die Mannschaft die taktischen Vorgaben von der ersten Minute an umgesetzt hat", lobte der Wölfe-Coach seine Mannschaft hinterher. Die Gastgeber hatten die Begegnung trotz einer Torschussbilanz von 27:7 verloren. Auch das Eckballverhältnis war eindeutig: 13:1 für Wolfsburg.

Deshalb sei die Niederlage hausgemacht gewesen: "Wir hatten zwei Pfostenschüsse und einen klaren Elfmeter für uns. Eigentlich war alles drin, um das Spiel zu gewinnen. Man kann die beiden Gegentore sicher besser verteidigen, aber im Endeffekt hättest Du heute 3:2, 4:2 oder 5:2 gewinnen müssen. Sie haben alles richtig gemacht, nur das Toreschießen nicht", so Ismaël, der nach der Niederlage erneut in der Kritik steht.

Ob der Coach gegen den FSV Mainz 05 für die Norddeutschen noch verantwortlich ist, ließ VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe aber direkt nach der Partie bei "Sky" offen: "Die Enttäuschung ist groß, man muss das Geschehen erst mal sacken lassen. Ich schließe nichts aus."

Erleichterung bei Werder

Die Gäste aus Bremen bejubelten derweil einen "schmutzigen Sieg, der uns sauberer dastehen lässt", wie Werder-Trainer Alexander Nouri kompakt formulierte. Immerhin räumte der Coach "das Quäntchen Glück ein, dass uns in anderen Spielen gefehlt hat."

Ganz so positiv war die Sicht seiner Profis auf die 90 einseitigen Minuten in der mit 30.000 Zuschauern ausverkauften Volkswagen-Arena nicht. Der Ex-Wolfsburger Max Kruse wurde dabei an alter Wirkungsstätte am deutlichsten.

"Unsere Taktik ist nicht aufgegangen, wir haben glücklich gewonnen und müssen fast ein bisschen darüber schmunzeln. Der VfL war uns spielerisch überlegen", erklärte der Angreifer. Doppel-Torschütze Gnabry hofft dennoch auf eine positive Weiterentwicklung: "So ein Sieg schweißt zusammen."

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