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Spahić gelassen: Blick geht gen Osten

Emir Spahić könnte noch nach Russland oder an den Balkan wechseln
Emir Spahić könnte noch nach Russland oder an den Balkan wechseln
Foto: © getty, Alex Grimm
03. Februar 2017, 10:25

Nach Kroatien, nach Serbien oder vielleicht doch nach Russland? Mit Bayer Leverkusen und dem Hamburger SV im Besonderen und der Bundesliga im Allgemeinen ist Rüpelprofi Emir Spahić fertig, mit seiner Karriere als aktiver Fußballer aber längst noch nicht. Nach dem raschen Abschied vom HSV zieht es den Bosnier dem Vernehmen nach auf seine alten Tage Richtung Osteuropa.

Binnen der kommenden zwei Wochen könnte der 36-Jährige auf dem Balkan unterschreiben, in Russland sogar noch bis 24. Februar. So lange sind die Transferfenster dort noch geöffnet. Bis dahin hält sich der Routinier unter anderem mit Basketball fit, bei Instagram gab es ein gemeinsames Foto mit seinen alten Buddies Ivica Olić und Sergej Barbarez.

Das Duell zwischen seinen beiden Ex-Klubs im Volksparkstadion jedenfalls erlebt Spahić schon gar nicht mehr in der Arena mit. Am Mittwoch hatte er sich mit den Hanseaten auf eine vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt, eine Abfindung in knapp siebenstelliger Höhe inklusive. Was seinem Konto gut tat und beiden Parteien einen nicht vergnügungssteuerpflichtigen Termin vor dem Arbeitsgericht ersparte.

Seine Suspendierung vom HSV-Training Anfang Januar hatte Spahić ohnehin gelassen hingenommen. "Alles ist in Ordnung, danke für alles", lautete seine Reaktion bei Facebook auf wütende Kommentare von Fans auf die Personalentscheidung des HSV. Aktuell zumindest ließ sich dem Defensivspieler ohnehin nichts vorwerfen, Trainer Markus Gisdol sprach kryptisch von einem "Veränderungsprozess".

Karriere voller Eskapaden

Pflegeleicht war Spahić allerdings tatsächlich weder in Leverkusen noch in Hamburg. Beim Werksklub flog er vorzeitig, nachdem er sich in der Bay-Arena mit einem Ordner eine Schlägerei geliefert hatte. In der Hansestadt leistete sich Spahić unter Gisdols Vorgänger Bruno Labbadia interne Handgreiflichkeiten.

"Es ist gut für beide Seiten, dass eine Einigung erfolgt ist", kommentierte HSV-Boss Heribert Bruchhagen die vorzeitige Trennung von Spahić, der immerhin 38 Pflichtspiele für die Norddeutschen bestritt. Sein letzter Einsatz über 90 Minuten fand noch am 17. Dezember bei der 1:3-Niederlage des HSV in Mainz statt.

Fakt ist: Ohne den alten Haudegen gingen die ersten beiden Partien im neuen Jahr verloren, der Bundesliga-Dino stürzte auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Spahić wird die weitere sportliche Entwicklung in Hamburg aus der Ferne beobachten. Und vielleicht dabei einen entspannten Blick auf seine Kontoauszüge werfen...

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