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Dárdai trotz Pleitenserie entspannt

Pál Dárdai will nichts von einer Krise wissen
Pál Dárdai will nichts von einer Krise wissen
Foto: © getty, Michael Kienzler
30. Januar 2017, 08:19

Von einer Krise wollte Hertha-Trainer Pál Dárdai auch nach der vierten Niederlage aus den vergangenen fünf Bundesliga-Spielen nichts wissen. "Wir wollen uns die nicht einreden. Wir sind noch im Soll", erklärte der Berliner Cheftrainer am Sonntag.

Doch nach dem 1:2 (0:1) beim SC Freiburg ist seiner Elf nach dem Jahresauftakt mit dem 1:3 in Leverkusen auch der Start in die Rückrunde der Bundesliga misslungen. Für das Heimspiel am nächsten Samstag gegen den FC Ingolstadt 04 hat sich Hertha BSC damit selbst unter Druck gesetzt. Ein Sieg ist dann nach Dárdais Rechnung gegen den Tabellen-16. Pflicht. Drei Punkte aus den ersten drei Spielen habe er eingeplant, sagte der Ungar. "Wenn wir das schaffen nächste Woche, ist alles okay."

Dárdai bescheinigte seiner Mannschaft eine ordentliche Auswärtspartie, obwohl sie Tempo und Torgefahr vermissen ließ. Statt auf einen Champions-League-Platz zu springen, rutschte das Team aus der Hauptstadt auf Platz sechs ab. Diesen Rang hatte Dárdai in der Winterpause als Mindestziel ausgegeben. Eine schwache Rückrunde nach einer starken Vorrunde wie im Vorjahr soll sich nicht wiederholen.

Streich erfreut

Nur der eingewechselte Julian Schieber traf für die Hertha in der turbulenten Schlussphase vor 23.800 Zuschauern zum Anschluss (88. Minute). Kurz zuvor hatte Freiburgs Joker Nils Petersen für die Entscheidung gesorgt (87.). Janik Haberer war schon vor der Pause das 1:0 für die Gastgeber geglückt (39.). "Das finde ich schon erfreulich, dass wir gegen eine so abgezockte Mannschaft aus der Hauptstadt so eine Leistung zeigen können. Am Ende waren wir den einen Tick besser", sagte SC-Trainer Christian Streich.

Für die Hertha endete eine Serie von sieben ungeschlagenen Auftritten im Schwarzwald-Stadion. Fast 16 Jahre hatten die Badener auf einen Bundesliga-Heimerfolg gegen Berlin gewartet. 

Mit nun 26 Punkten kletterte der Aufsteiger aus dem Breisgau auf Rang acht. "Das interessiert mich nicht, wievielter wir sind", behauptete Streich. "Ich weiß, dass wir ein paar Mannschaften hinter uns haben. Ich weiß, wie unsere Mannschaft ist und die einzelnen Spieler - das gibt mir Zuversicht." Am kommenden Samstag treten die Badener bei Borussia Mönchengladbach an.

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