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Stevens: "Schalke hat die Macht der Fans"

Huub Stevens war unter anderem Trainer auf Schalke und in Hoffenheim
Huub Stevens war unter anderem Trainer auf Schalke und in Hoffenheim
Foto: © imago sportfotodienst
12. Dezember 2016, 09:07
sport.de
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Huub Stevens denkt gern an seine Zeit beim FC Schalke 04 zurück. Aus der Ferne beobachtet er weiter die Entwicklungen beim Revierklub, bei dem er zwei Mal angestellt war. 

Überrascht hat es den ehemaligen S04-Trainer nicht, dass es in Gelsenkirchen in dieser Saison auch nach fünf Auftaktniederlagen hintereinander ruhig geblieben ist. "Sie haben einen anderen Weg eingeschlagen", analysierte Stevens die Arbeit der Königsblauen im "kicker": "Da kannst du doch nicht nach fünf Spielen den Trainer entlassen."

Insbesondere die Situation rund um Leroy Sané, der erst spät an Manchester City verkauft wurde, habe es für Schalke nicht einfach gemacht. Erst gegen Ende der Transferperiode sei viel Geld da gewesen. "Bei den anderen Spielern musste Christian Heidel sehr kreativ sein, er konnte keine holen, solange Sané noch nicht weg war."

"Man muss einfach ein bisschen Glück haben..."

Dass auch der neue Coach, Markus Weinzierl, vor Probleme gestellt wurde, machte Stevens ebenfalls an der späten Kaderplanung fest. "Es war ganz normal, dass es am Anfang nicht lief. Natürlich darfst du normalerweise nicht gegen Köln verlieren und einige andere. Aber im Fußball braucht man Zeit, die man oft nicht hat."

Was den weiteren Saisonverlauf der Schalker angeht, ist der 63-Jährige optimistisch. "Man muss einfach ein bisschen Glück haben mit Verletzungen", sagte der Niederländer, "sie haben jetzt drei Offensivspieler mit di Santo, Embolo und Huntelaar, die nicht fit sind. Aber ich wusste, dass man Choupo-Moting vorne drin spielen lassen kann."

Deshalb ist für Stevens klar: "Wenn die Verletzten gut zurückkommen, dann können sie auch insgesamt Kräfte sparen. Dann kann es noch eine richtig gute Saison für Schalke werden." 

"Die Tradition bleibt"

In der Diskussion um RB Leipzig und die fehlende Tradition im Vergleich zu Klubs wie dem FC Schalke 04 bleibt der Coach allerdings gelassen, der selbst schon den österreichischen Schwesterklub Red Bull Salzburg trainierte. Ihn hat das Konzept von Dosen-Investor Dietrich Mateschitz überzeugt.

Obwohl er durchaus den Unterschied zu den Königsblauen sieht: "Schalke hat die Macht der Fans. Das bleibt auch." Nur müssten die Traditionsklubs nun mit diesem neuen Konkurrenten rechnen. "Aber die Tradition bleibt."

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