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Gala im Breisgau: Leipzig bleibt Spitzenreiter

RB-Stürmer Timo Werner traf in Freiburg doppelt
RB-Stürmer Timo Werner traf in Freiburg doppelt
Foto: © getty, Matthias Hangst
25. November 2016, 22:20

RB Leipzig marschiert weiter unaufhaltsam durch die Bundesliga und bleibt durch das 4:1 (3:1) beim SC Freiburg Tabellenführer. Mit dem schnellsten Tor der Leipziger Bundesliga-Geschichte brachte Naby Keïta die Sachsen bereits nach zwei Minuten in Führung.

Timo Werner sorgte mit seinem dritten Doppelpack in dieser Saison noch vor der Halbzeit für die Vorentscheidung (22. und 35. Minute), Marcel Sabitzer erzielte in der 79. Minute den Endstand. Florian Niederlechner traf für den Sportclub vor 24 000 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion am Freitagabend zwar zum zwischenzeitlichen Ausgleich (15.), konnte gegen bärenstarke Leipziger die dritte Niederlage in Serie aber auch nicht verhindern.

Ralf Rangnick hatte sichtlich Spaß am Auftritt seiner Mannschaft. "Das war eine sehr reife, abgeklärte Leistung von uns. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Heute war das in der Tat souverän. Wir tun gut daran, uns weiterhin nur mit uns selbst zu beschäftigen. Mit 30 Punkten konnte nach dieser Zeit niemand rechnen", sagte der Sportdirektor.

Im Duell der Aufsteiger hatte SC-Trainer Christian Streich kaum noch gesunde Innenverteidiger zur Verfügung - doch weder die fehlenden Alternativen in der Abwehr noch die insgesamt drei Veränderungen in der Startelf entschuldigten die Freiburger Schlafmützigkeit bei der frühen Führung für die Gäste. Keïta ließ Niederlechner mit einer einfachen Körpertäuschung ins Leere laufen und jagte den Ball unbehelligt und unhaltbar aus rund 20 Metern ins obere Toreck.

Werner nutzt Schwolow-Patzer

Mit der Führung im Rücken war der Auftritt von RB dem eines Tabellenführers angemessen. Souverän als Mannschaft und mit viel individueller Klasse drängte Leipzig die eigentlich heimstarken Freiburger in deren Hälfte. Erst nach einer Viertelstunde kam der Sportclub zu einem ersten eigenen geordneten Angriff - und traf prompt zum Ausgleich. Obwohl die Flanke von Pascal Stenzel lange in der Luft war, konnte sich Niederlechner gegen zwei Verteidiger und Torwart Gulacsi durchsetzen.

Freiburg war nun besser im Spiel und die Zuschauer wurden lauter. Doch RB-Neuzugang Werner sorgte mit seinen Saisontoren sechs und sieben binnen 13 Minuten für klare Verhältnisse. Erst patzte SC-Keeper Alexander Schwolow und ließ den Ball von Diego Demme durchrutschen. Der umtriebige Werner konnte ins leere Tor schieben.

Dann demonstrierte die im Vergleich zum Sieg gegen Bayer Leverkusen nur wegen Marvin Comppers Verletzung auf einer Position veränderte Leipziger Elf, wie eingespielt sie ist. Über den nur halbherzig attackierten Yussuf Poulsen und den überragenden Emil Forsberg kam der Ball erneut zu Werner, der im Strafraum überlegt ins lange Eck zielte und wieder jubeln durfte.

Freiburg rennt nach dem Seitenwechsel an

Und der SCF, der saisonübergreifend immerhin zehn der vorausgegangenen elf Heimspiele gewonnen hatte? Verlor gegen die laufstärkste Mannschaft der Bundesliga den Ball oft nach wenigen Sekunden durch Fehlpässe und kam nur selten gefährlich in die Hälfte der Gäste. Mehr als ein Freistoß von Vincenzo Grifo (32.) und ein Distanzschuss von Christian Günter (45.) kam dabei aber nicht heraus.

Zur Pause reagierte SC-Coach Streich, brachte Janik Haberer für den enttäuschenden Marc Torrejon und stellte auch taktisch wieder auf das gewohnte 4-4-2-System um. Freiburg schien sich nun besser auf den Gegner einzustellen. Nicolas Höfler traf nach einem Eckball die Latte (59.), Grifo scheiterte aus der Distanz an RB-Keeper Gulacsi (67.).

Insgesamt aber spielten die Leipziger souverän und selbstbewusst auf. Sabitzer hätte nach einem wunderbaren Pass von Forsberg schon früher auf 4:1 erhöhen können (76.), wurde aber abgedrängt und traf nur den Außenpfosten. Drei Minuten später machte der Österreicher alles klar.

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