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Petersen exklusiv: "Möchte in die Startelf"

Nils Petersen stürmt zur Zeit erfolgreich als Joker für den SC Freiburg
Nils Petersen stürmt zur Zeit erfolgreich als Joker für den SC Freiburg
Foto: © getty, Michael Kienzler
25. November 2016, 10:10
sport.de
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Nils Petersen schoss den SC Freiburg in der letzten Saison in die Bundesliga. In dieser Spielzeit trifft der 27-Jährige weiter konstant, kommt bislang aber zumeist von der Bank. Im Interview mit sport.de spricht der Torjäger über die aktuelle Lage beim Aufsteiger, seine Ambitionen auf den Titel als Rekord-Joker, die Arbeit mit Christian Streich und verrät, welcher Trainer ihn am meisten geprägt hat.

Hallo Herr Petersen, nach elf Spieltagen steht der SC Freiburg auf Platz zehn und hat bereits fünf Siege eingefahren. Wie beurteilen Sie diese Bilanz nach rund einem Drittel der Saison?

Hätte man vor der Saison gesagt, dass man sich nach elf Spieltagen im Mittelfeld etabliert hat und einen gewissen Abstand nach unten besitzt, hätte man das sicher unterschrieben. Die Tatsache, dass wir nach neun Spieltagen schon 15 Punkte hatten und nach elf Spieltagen immer noch, ist für den Moment natürlich nicht so schön, aber wir wissen das richtig einzuordnen und sind mit dem momentanen Abschneiden nicht unzufrieden.

Ist nach den beiden Niederlagen in Folge zuletzt die große Aufstiegseuphorie allmählich verflogen im herbstlichen Bundesligaalltag?

Das glaube ich nicht. Solche 50:50-Spiele wie gegen Mainz haben wir am Anfang der Saison gewonnen. Wir haben uns immer als unangenehmer Gegner präsentiert, haben auch Siege eingefahren, die uns keiner zugetraut hat. Jetzt haben gegen eine für die Champions League aufgestellte Mannschaft wie Wolfsburg oder gegen ein Europa-Cup-Team wie Mainz verloren, das kann absolut vorkommen in dieser Liga. Das wäre noch schöner, wenn man dort Woche für Woche punktet, auch wenn wir uns das natürlich wünschen und darauf hinarbeiten. Aber das ist einfach nicht möglich. Es war uns allen klar, dass mal eine kleine Phase kommt, wo man auch mal zwei Spiele am Stück verliert. Wir hoffen natürlich, diese negative Serie in den nächsten Spielen wieder zu durchbrechen.

Freiburg kassierte zuletzt sieben Gegentreffer in zwei Spielen. Insgesamt mussten nur vier Teams mehr Gegentoren hinnehmen. Woran hapert es noch am meisten im Defensivspiel?

Wir haben in den letzten Spielen insbesondere bei Standard-Situationen zu viele Gegentore bekommen. Das wissen wir einzuordnen und analysieren kräftig, auch mit Blick auf das nächste Spiel gegen Leipzig, da sind Standards auch wieder sehr gefährlich. Wir haben aber auch selbst schon davon profitiert, dass wir durch Standard-Situationen Spiele gewonnen haben, jetzt haben wir leider zwei Mal dadurch verloren. Da muss man sich bei jedem Eckball, jedem Freistoß wieder neu fokussieren, hellwach sein, um Spiele nicht durch Standards zu verlieren. Im Gegenteil: Wir wollen Spiele durch unsere Stärke bei Standards entscheiden.

Der harte Fight mit Mainz 05 zuletzt forderte zwei "Opfer". Maximilian Philipp und Caglar Söyüncü verletzten sich. Wie geht es den beiden derzeit?

Philipp wird wahrscheinlich ein paar Wochen ausfallen, mit ihm habe ich persönlich nur kurz gesprochen. Das schockt uns alle, weil er ein Spieler ist, den man durch seine Spielweise nicht ersetzen kann. Bei Söyüncü muss man abwarten, ob er vielleicht kurzfristig wieder einsteigen kann. Aber auf jeden Fall sind das zwei Verluste, einen Ausfall beider gegen Leipzig muss man erst einmal verkraften.

Bei keinem anderen Bundesligisten ist derzeit die Diskrepanz bei den Ergebnissen zwischen Heim- und Auswärtsspielen so groß wie bei Ihrem Team. Woran liegt es, dass der SC Freiburg auswärts (mit Ausnahme vom Gastspiel in Bremen) noch keinen Fuß auf den Boden bekommt?

Das ist tatsächlich schwer zu erklären, weil wir eigentlich gute Spiele machen. Vielleicht fehlt uns einfach das Selbstbewusstsein, das man im heimischen Wohnzimmer eher mal zum Ausdruck bringt. Die Zuschauer tun dann natürlich auch ihr Übriges und dann tut es gut zuhause in den engen Spielen, wo es auf der Kippe steht – wie gegen Frankfurt und Hamburg – das Spiel für uns zu entscheiden. Natürlich hinterfragen wir uns auch selbst, wieso es nicht so klappte in der Fremde. Daher hat der Bremen-Sieg auch so gutgetan, weil wir damit diese Statistik durchbrochen haben. Aber wie ich schon betont habe: Als Aufsteiger muss man sich dran gewöhnen, dass es auch mal nicht läuft. Wir müssen nur sehen, dass wir eine gewisse Konstanz hineinbekommen, um die Diskrepanz zwischen heim und auswärts nicht zu groß werden zu lassen.

Das heißt, die Freiburger Fans sind ein wichtiger Faktor.

Absolut. Man muss das nur mal alle zwei Wochen erleben. Ich habe selbst als Gegenspieler oft hier gespielt und hab es immer als unangenehm empfunden, hier auf dem Platz zu stehen. Da ist es schon riesen Vorteil, wenn man hier in diesem heimischen, engen Stadion jeden Zentimeter kennt und auch im Unterbewusstsein dieses Gefühl wahrnimmt, dass die Fans hinter einem stehen.

In Freiburg herrschte Volksfeststimmung bei Ihrer Vertragsverlängerung, jetzt pendeln Sie zwischen Bank und Startelf: Wie groß ist Ihre Enttäuschung, dass es bislang nur zu einem Startelfeinsatz in der Liga reichte?

Man möchte als Spieler natürlich immer von Beginn an spielen. Bei mir war es dazu noch eine besondere Situation: Durch die Olympia-Teilnahme und das erfolgreiche Joker-Dasein hat sich das auch ein wenig in diese Richtung bewegt. Aber natürlich möchte ich auch in der Startelf stehen, sonst wäre ich fehl am Platz. Ich freue mich nicht, wenn ich auf der Bank Platz nehme. Aber: Ich freue mich auch nach dem Spiel, wenn wir erfolgreich waren, und das war oft der Fall, wenn ich Joker war. Auf Dauer ist es aber schon mein Ziel, wieder Stammspieler in der Bundesliga beim SC Freiburg zu werden und von Beginn an erfolgreich zu sein.

Auf der anderen Seite sind Sie so zum Rekordjäger geworden: Gegen Mainz erzielten sie Ihr 14. Joker-Tor. Nur noch vier Treffer fehlen zum besten Joker aller Zeiten, Alexander Zickler. Welche Rolle spielt diese Marke für Sie?

Es ist schon ein schöner Nebeneffekt der Bank-Rolle. Natürlich stört es einen, aber wenn ich so noch einen Rekord knacken kann, sage ich auch nicht nein. Aber auf der anderen Seite wird es schon noch viele Spiele geben, wo ich auf der Bank sitze, ich hoffe aber natürlich mehr Spiele, wo ich von Beginn an spiele. Und da muss ich die wenigen Spiele, die ich von der Bank komme, nutzen, um diesen Rekord noch zu knacken.

 

Teil II: Nils Petersen über die Zusammenarbeit mit Trainer Christian Streich, die Rolle von Jupp Heynckes, seinen Ex-Klub Energie Cottbus, seine Zukunft beim SC Freiburg und das kommende Spiel gegen RB Leipzig

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