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Galgenfrist: Labbadia darf vorerst bleiben

Wie lange darf Labbadia noch weitermachen?
Wie lange darf Labbadia noch weitermachen?
Foto: © getty, Matthias Hangst
21. September 2016, 10:18
sport.de
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Drei Spiele, kein Sieg und am Wochenende kommt ausgerechnet der Rekordmeister ins Volksparkstadion. Harte Zeiten für den Hamburger SV und Bruno Labbadia. Der Coach wurde zwar von Dietmar Beiersdorfer angezählt, darf aber wohl vorerst weitermachen.

"So ein Spiel muss man sacken lassen, ich werde das mit dem Trainer besprechen. Bruno Labbadia ist unser Trainer, ich muss ihm nicht jeden Tag Rückendeckung geben", hieß es gestern noch kurz nach dem Spiel vom HSV-Boss. Ein Treuebekenntnis sieht wahrlich anders aus. Nachdem alle Beteiligten eine Nacht drüber geschlafen haben, scheint nun klar zu sein, dass der 50-Jährige zumindest für die nächsten Tage weiter das Training leiten wird. Nach Informationen des "NDR" wird die Pressekonferenz zum Duell gegen den FC Bayern am Donnerstag wie gewohnt mit dem Chef-Coach stattfinden.

Insbesondere die Profis des Nordklubs hatten sich positiv über ihren Übungsleiter geäußert und die Schuld für das Versagen im Breisgau auf sich genommen. René Adler sagte nach der Niederlage in Freiburg: "Der Trainer hat damit gar nichts zu tun. Ich finde es auch ein bisschen affig wie schnell das im Fußball heutzutage geht. Bruno Labbadia war vor zehn Monaten der Retter. Wir nehmen den Trainer komplett raus, er macht einen tollen Job. Es sind wir Spieler, die zurzeit Scheiße bauen.

Trainertausch zum jetzigen Zeitpunkt "total falsch"

Auch Kapitän Johan Djourou schloss sich an: "Bruno ist in einer schwierigen Situation gekommen und hat uns damals gerettet. Das muss man respektieren." Ein Trainertausch zum jetzigen Zeitpunkt sei "total falsch". Die Mannschaft brauche "Beständigkeit."

Labbadia stellte sich seinerseits vor die Mannschaft und nahm die Verantwortung für die Niederlage auf sich und lässt sich von den Kritikern nicht aus der Ruhe bringen. "Mich bewegt viel mehr, dass wir das Spiel verloren haben, weil ich enttäuscht bin, dass wir das zusammen nicht geschafft haben." Er wisse, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen wollte und das bewege ihn viel mehr. "Ich habe vom ersten Tag an, seitdem ich beim HSV bin, gesagt, dass ich in der Hauptverantwortung stehe."

Am Samstag (15:30 Uhr) geht es für die Hanseaten und vor allem den Trainer gegen den FC Bayern schon um alles oder nichts. Eine hohe Niederlage werden sich der 50-Jährige und sein Team nicht leisten können, an einen Sieg oder Punktgewinn ist in der aktuellen Verfassung kaum zu denken. "Ich kreide mir das natürlich immer als erstes an, wenn wir solche Spiele wie in Freiburg dann auch nicht für uns entscheiden", sagte Labbadia zuletzt. Gut möglich, dass er am späten Samstag-Nachmittag die letzte Gelegenheit dazu hat. 

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