Angelique Kerber darf weiterhin von ihrer ersten Olympischen Medaille träumen. Nach einer blitzsauberen Leistung im Viertelfinale steht die Weltranglistenzweite in der Runde der letzten Vier.
Die Wimbledon-Finalistin bezwang im Viertelfinale am Donnerstagnachmittag Ortszeit die Britin Johanna Konta glatt mit 6:1 und 6:2. Im Halbfinale wartet die US-Amerikanerin Madison Keys. Mit Blick auf das ersehnte Gold blieb Kerber jedoch zurückhaltend: "Es ist noch ein weiter Weg. Ich will nicht drüber nachdenken, denn ich weiß, was Druck mit mir machen kann", sagte sie.
Der 28-Jährigen gelang gegen Konta ein Start nach Maß. Schon das erste Aufschlagspiel der Gegnerin aus Großbritannien konnte ihr die Kielerin abknöpfen. Hochkonzentriert und fokussiert spielte die Australian-Open-Siegerin aus diesem Jahr im ersten Satz weiter und ließ bei eigenem Service keinerlei Zweifel aufkommen. Im Gegenteil: Beim Stand von 5:1 nahm Kerber ihrer Kontrahentin nochmals den Aufschlag ab und holte sich den ersten Durchgang souverän nach 29 Minuten mit 6:1.
Der zweite Satz war zunächst etwas umkämpfter. Kerber leistete sich beim ersten Aufschlag einige leichte Fehler und geriet mit 0:1 in Rückstand. Die deutsche Nummer eins fand an aber schnell wieder zu ihrem dominanten Spiel zurück und schnappte sich vier Aufschlagspiele in Folge. Konta bewies Kampfgeist und schaffte es nach einigen Winner-Schlägen noch zu schönen Punkten. Am Ende aber hatte sie gegen die direkten Schläge Kerbers keine Chance und ging nach einer Stunde und vier Minuten Spielzeit mit 1:6 und 2:6 als Verliererin vom Centre Court.
Nach der Viertelfinal-Niederlage von Laura Siegemund gegen Monica Pluig ist Kerber die einzig verbliebene deutsche Starterin bei den Tennisdamen, gilt dort aber mittlerweile als heiße Goldfavoritin. Die Weltranglistenerste Serena Williams schied bereits im Achtelfinale gegen Elina Svitolina aus der Ukraine (4:6, 3:6) aus.






