Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor hat kritisiert, dass ihre Rivalin Christina Obergföll bei einem für sie organisierten Meeting noch das Olympia-Ticket lösen kann.
"Das ist natürlich etwas anderes, ob ich einen Stadtwettkampf mache, der ein bisschen auf einen ausgerichtet ist, oder bei einer Meisterschaft starte", sagte die Leverkusenerin. Molitor war bei der EM in Amsterdam mit 63,20 Metern Vierte geworden und muss um ihren Olympia-Start in Rio bangen. Obergföll tritt in ihrer Heimatstadt Offenburg zu dem Wettkampf an.
Das Ticket für die Sommerspiele hatte Christin Hussong als deutsche Meisterin und einer Vorleistung von 66,41 Metern schon vor der EM, wo sie nicht ins Finale kam, in der Tasche. Auch Linda Stahl ist nach ihrem EM-Silbergewinn und der Weite von 65,25 Metern die Teilnahme an den Rio-Spielen nicht mehr zu nehmen.
Die Olympia-Zweite Obergföll hatte zwar schon 64,96 Meter weit geworfen in dieser Saison, war aber bei den nationalen Titelkämpfen nur Vierte geworden und nicht für die EM nominiert worden. "Ich habe keine Ahnung, was sie jetzt werfen muss", meinte Molitor. Der Deutsche Olympische Sportbund nominiert die letzten Leichtathleten am Dienstag.