Nach der 1:2-Niederlage gegen Island zeigen sich die Österreicher tief enttäuscht und selbstkritisch. Derweil wird auf Seiten der Isländer ebenso gefeiert wie bei Gruppensieger Ungarn.
Lars Lagerbäck (Island, Trainer): "Es ist fantastisch und ich bin sehr froh. In der ersten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir Fußball spielen können, danach sind wir in alte Muster verfallen. Aber es war heute sehr schwierig und etwas aufregender als sonst. Wir hätten gerne mehr Ballbesitz gehabt. Jeder Gegner ist jetzt schwer, aber gegen England zu spielen, ist sehr schön. Wir haben jetzt vier Tage Zeit, uns zu erholen. Vielleicht können wir die Engländer dadurch vor einige Probleme stellen."
Marcel Koller (Österreich, Trainer): "Wir haben zu wenig Ruhe am Ball gehabt. Das war bei jedem Spiel so. Wir sind erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel gekommen. So einfach ist es auch nicht vor 80.000 zu spielen. Da kann jeder Erfahrung mitnehmen. Die Spiele bei so einer Endrunde sind sehr intensiv. Im Fußball braucht es Selbstvertrauen. Derzeit läuft es in die falsche Richtung. Das muss man stoppen."
Christian Fuchs (Österreich, Kapitän): "Wir haben uns viel vorgenommen und haben es in drei Spielen verpasst, Tore zu machen. Die Enttäuschung ist sehr groß. Das Wichtigste ist jetzt, wieder aufzustehen. Klar sind wir mit der Endrunde nicht zufrieden, aber so, wie sich die Mannschaft in den letzten jahren entwickelt hat, kann man trotzdem stolz auf sie sein."
Aron Gunnarsson (Island, Kapitän): "Dafür haben wir gekämpft, für unser Land", sagte Kapitän Aron Gunnarsson. "Das ist eine unglaubliche Mannschaft. Ich weiß gar nicht, wie wir das geschafft haben."
Alessandro Schöpf (Österreich, Mittelfeld): "Wir haben nach dem Ausgleich noch genügend Chancen gehabt. Ich muss das 2:1 machen, dann sind wir weiter."
Kari Árnason (Island, Verteidigung): "Ich habe England (kommender Gegner, Anm. d. Red.) bei den großen internationalen Turnieren immer die Daumen gedrückt, wenn wir nicht mit dabei waren. Wir gehen mit Selbstvertrauen in dieses Spiel und werden versuchen, ein gutes Ergebnis zu holen. Wir haben vollstes Vertrauen in unsere Fähigkeiten"
Bernd Storck (Ungarn, Trainer): "Es war ein fantastisches Spiel von meiner Mannschaft. Sie hat an sich geglaubt und immer wieder versucht, Fußball zu spielen, auch gegen eine so starke Mannschaft. Da gehört immer etwas Glück dazu, aber trotzdem. Gratulation an meine Mannschaft. Wir haben noch einen draufgelegt gegenüber unseren letzten Spielen, haben uns noch einmal verbessert. Wir haben alles versucht, und es wurde belohnt. Für ganz Ungarn ist es ein Traum, mir fehlen die Worte."
Fernando Santos (Portugal, Trainer): "Wir hätten das Spiel dreimal verlieren können und sind dreimal zurückgekommen. Das Team hatte eine tolle Einstellung bewiesen und gut geantwortet. Wir wollten das vierte Tor erzwingen, aber der Gegner hat nicht mehr mitgespielt. Natürlich durften wir am Ende nicht mehr zu viel riskieren, sonst wäre wir möglicherweise ins offene Messer gelaufen und hätten noch ein Gegentor bekommen. Wir haben etwas mehr als 80 Minuten alles versucht, aber dann mussten wir auch an die nächste Runde denken."
Cristiano Ronaldo (Portugal, Sturm): "Es war ein verrücktes Match. Es ging heiß her. Unser Ziel war die Qualifikation fürs Achtelfinale, das hat geklappt. Natürlich wollten wir gewinnen und Erster werden, aber die Hauptsache ist, dass wir durch sind."








