Suche Heute Live
Bundesliga
Artikel teilen

Bundesliga
Fußball
(M)

Traditionsklubs am Abgrund

Stuttgart steht mit eineinhalb Beinen in der zweiten Liga
Stuttgart steht mit eineinhalb Beinen in der zweiten Liga
Foto: © getty, Matthias Hangst
11. Mai 2016, 14:19

Gleich drei großen Traditionsklubs droht am Samstag der Bundesliga-Abstieg. Der VfB Stuttgart, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt am Abgrund - was ist da nur schiefgelaufen?

Man muss sich die Ausgangslage vor dem letzten Bundesliga-Spieltag noch einmal genau vor Augen führen. Am Samstag machen der Klub aus der fünftgrößten Stadt Deutschlands (Frankfurt), der sechstgrößten Stadt Deutschlands (Stuttgart) und die Nummer zwei der ewigen Bundesliga-Tabelle (Werder) den zweiten Absteiger unter sich aus.

Parallel dazu wird in Darmstadt, Ingolstadt und vielleicht auch Mainz groß gefeiert, weil deren Vereine sich längst gerettet haben. Das geht nur, weil die einen besonders viel richtig, die anderen teilweise über Jahre aber auch besonders viel falsch gemacht haben. Stuttgart, Bremen und Frankfurt stehen in der Tabelle nicht zufällig so weit unten.

VfB Stuttgart, Platz 17, 33 Punkte, 49:72 Tore

Das Kernproblem ist in Stuttgart das gleiche wie in Bremen: Ein Verein spielt jahrelang im Europapokal, leistet sich einen entsprechend teuren Kader - und kann den nicht mehr bezahlen, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt. Ein Teufelskreis.

Beim VfB kommt aber hinzu: Als er ein sportliches Konzept und eine langfristige Planung besonders dringend gebraucht hätte, gab es nichts davon. Labbadia, Schneider, Veh, Zorniger, Kramny und zweimal Stevens: In weniger als drei Jahren beschäftigte der Verein gleich sechs Trainer völlig unterschiedlicher Prägung. Der Gipfel des vereinspolitischen Chaos' war, dass Sportchef Robin Dutt öffentlich die Arbeit und Transferpolitik seines Vorgängers Fredi Bobic an den Pranger stellte - um danach selbst bis auf wenige Ausnahmen völlig untaugliche Spieler zu holen. "Ich will das ausbügeln", sagt Dutt jetzt. Die Frage ist, ob er auch die Chance dazu bekommt.

Werder Bremen, Platz 16, 35 Punkte, 49:65 Tore

Der Verkauf von Marko Marin an den FC Chelsea war 2012 wie ein Symbol für das Ende einer Ära. Mehrere Jahre hatte Werder in der Liga ganz oben mitgespielt, sechs Mal die Champions League erreicht und zuletzt 2009 mit dem DFB-Pokal einen Titel gewonnen. Mit Kauf und Verkauf des damaligen Nationalspielers Marin waren die fetten Jahre vorbei.

Zu viele Millionen-Einkäufe am Ende der Ära Allofs/Schaaf konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Das gilt für Marin, den teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte. Das gilt aber auch für die sündhaft teuren Brasilianer Carlos Alberto und Wesley sowie Marko Arnautovic oder Eljero Elia. Die hohen Gehälter, die in den erfolgreichen Jahren auf Champions-League-Niveau vereinbart worden waren, ruinierten vier Mal in Folge die früher so gute Werder-Bilanz. Der Gesamtverlust des einstigen Vorzeigevereins seit der bislang letzten Europapokal-Saison 2010/2011 beträgt 37,5 Millionen Euro. Auch das Eigenkapital ist inzwischen nahezu aufgebraucht. Werder musste und muss sparen - und verlor dadurch immer mehr an sportlicher Substanz.

Eintracht Frankfurt, Platz 15, 36 Punkte, 34:51 Tore

"Ich möchte ein bisschen träumen können", sagte Armin Veh, als er vor einem Jahr als Trainer nach Frankfurt zurückkam. Und genau dieses Träumen war das Problem. Nicht nur Veh, sondern auch alle anderen Verantwortlichen überschätzten das Potenzial ihres Teams kolossal. Sie schielten Richtung Europa League, aber sie verpassten es im Sommer, die offenkundigen Schwachstellen im Kader gezielt zu beheben. Als dann im Winter noch einmal fünf neue Spieler kamen, halfen dem Club bestenfalls zwei von ihnen weiter (Huszti, Ben-Hatira).

Es war ein Fehler, Veh überhaupt zurückzuholen und dann bis März an ihm festzuhalten. Nicht, weil der 55-Jährige ein schlechter Trainer ist. Aber weil mit ihm das Laissez faire regierte. Die Spieler mochten ihn, einige Führungskräfte sind mit ihm sogar befreundet. Veh habe zwar "für eine entspannte Stimmung gesorgt, die harte Arbeit aber trat hinter diese Priorität zurück", schrieb die "SZ". Unter seinem Nachfolger Niko Kovač rennt und kämpft die Eintracht jetzt. Das fällt auch deshalb so auf, weil sie es vorher kaum tat.

29. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
0
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
0
20:30
Fr, 10.04.
Live im TV bei Sky Sport Bundesliga 1
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
BVB
0
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
0
15:30
Sa, 11.04.
Live im TV bei Sky Sport Bundesliga 1
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
0
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
0
15:30
Sa, 11.04.
Live im TV bei Sky Sport Bundesliga 3
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
0
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
0
15:30
Sa, 11.04.
Live im TV bei Sky Sport Bundesliga 2
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
0
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
0
15:30
Sa, 11.04.
Live im TV bei Sky Sport Bundesliga 4
FC St. Pauli
FC St. Pauli
St. Pauli
0
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
0
18:30
Sa, 11.04.
Live im TV bei Sky Sport Bundesliga 1
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
0
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
0
15:30
So, 12.04.
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
0
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
0
17:30
So, 12.04.
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
0
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
0
19:30
So, 12.04.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern282341100:277373
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB28197260:283264
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig28165755:361953
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart28165756:381853
5TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim28155855:411450
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen28147758:391949
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt28109952:53-139
8SC FreiburgSC FreiburgFreiburg281071141:47-637
91. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0528891135:43-833
101. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin28881232:47-1532
11FC AugsburgFC AugsburgAugsburg28951434:51-1732
12Hamburger SVHamburger SVHamburger SV287101132:41-931
13Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach28791235:48-1330
14SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder28771431:49-1828
151. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln28691340:49-927
16FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli28671525:45-2025
17VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg28561738:63-2521
181. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim28371829:63-3416
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg
  • M = Meister der Vorsaison
  • N = Aufsteiger
  • P = Pokalsieger der Vorsaison
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenHarry Kane1031
2VfB StuttgartDeniz Undav018
3FC Bayern MünchenLuis Díaz015
4Borussia DortmundSerhou Guirassy113
5RB LeipzigChristoph Baumgartner012
    * Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.