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Leicester: Das steckt hinter der Sensation

Die Fans von Leicester erlebten das Wunder hautnah mit
Die Fans von Leicester erlebten das Wunder hautnah mit
Foto: © getty, Laurence Griffiths
03. Mai 2016, 10:08
sport.de
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From Zero to Hero: In der letzten Saison fast abgestiegen, krönt sich Leicester City zum Meister der Premier League. Das Wort Fußballmärchen umschreibt dabei nur unzureichend das Ausmaß dieser Überraschung. sport.de wirft einen Blick zurück auf die historische Saison der Foxes und nennt die wichtigsten Titel-Gründe.

Grund 1: Der Trainer

Bei Leicester scheint Claudio Ranieri nach zahlreichen Trainerstationen endlich heimisch geworden zu sein: "Ich hoffe, sie geben mir noch einen langen Vertrag, so über sechs oder sieben Jahre. Und dann beende ich meine Karriere hier", sagte der Trainer kürzlich. Erst im Sommer hatte der 51-Jährige das einstige Kellerkind übernommen. Was dann folgte, war eine Erfolgsgeschichte sonder gleichen. Der 64-Jährige, der während seiner Trainerlaufbahn bereits Chelsea und Juventus trainierte, avancierte in diesem Jahr mit ungewöhnlichen Maßnahmen zur absoluten Kultfigur auf der Insel. Für das erste "zu Null" der Saison versprach er seinem Team beispielsweise eine Pizza. Auch seine Pressekonferenzen begeisterten tausende User im Netz.

Grund 2: Steve Walsh

Seit fünf Jahren ist der Chefscout Steve Walsh bei Leicester City tätig. Unter seine Regie fallen die Verpflichtungen von Jamie Vardy und Riyad Mahrez. Vardy holte Welsh im Jahr 2012 von einem Fünftligisten. Nicht einmal 100.000 Euro wurden beim Transfer fällig. Zwei Jahre später entdeckte der Scout einen agilen und schnellen Spieler in Le Havre. Nachdem Welsh seine Vorgesetzten von den Qualitäten des Algeriers überzeugte, verpflichteten diese einen gewissen Riyad Mahrez. 500.000 Euro legte Leicester für den Nobody auf den Tisch. Zwei Jahre später ist der zum Spieler der Saison gewählte Mahrez schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr.

Grund 3: Nervenstärke

Seit dem 23. Spieltag belegt der Sensationsmeister durchweg Platz eins. An eine Meisterschaft der Ranieri-Elf wollte zu diesem Zeitpunkt noch niemand wirklich glauben. Auf eine Durststrecke wartete die Konkurrenz aber vergebens. Nach der Übernahme der Tabellenspitze setzte es nur eine Niederlage. Auch führt der Meister sowohl die Heim- als auch die Auswärts-Tabelle an. Echte Schwächen sind also bei Leicester kaum auszumachen.

Grund 4: Schwächelnde Konkurrenz

Neben der eigenen Abgebrühtheit halfen auch die englischen Rivalen mit, die Sensationsmeisterschaft perfekt zu machen. In den letzten vier Spielzeiten holte der Tabellenzweite immer mindestens 78 Punkte. Die Spurs bleiben als Zweiter mit derzeit lediglich 70 Punkten hinter dieser Ausbeute zurück. Auch Arsenal, lange als ernsthafter Titelanwärter gehandelt, konnte keine konstanten Spitzenleistungen abrufen. Nachdem man am 23. Spieltag die Tabellenführung nach einer 0:1-Niederlage gegen Chelsea Einbußen musste, holten Özil und Co. nur noch sechs Siege in 13 Spielen.

Grund 5: Der Underdog-Bonus

5000:1! Diese Quote gaben die englischen Buchmacher zu Beginn der Saison für einen Tipp auf Leicester City als Meister aus. Zum Vergleich: Wer erfolgreich wettet, dass England drei Mal in Serie Weltmeister wird, gewinnt gerade mal 2.500 Pfund. Ranieri, Vardy, Fuchs und Huth galten zudem vor der Saison allesamt als Auslaufmodelle. So konnte die Mannschaft ohne Druck aufspielen. Auch die englische Medienlandschaft, angeführt von Ikone und Social-Media-Phänomen Gary Linecker glaubte lange nicht an die Außenseiter-Truppe. Im Dezember twitterte der Fußballexperte noch großspurig in Unterhosen zu moderieren, falls Leicester tatsächlich die Liga gewinnt.

Den Zuschauern bleibt jetzt nur zu hoffen, dass Lineker sich für diesen Termin bereits in Form gebracht hat.

Grund 6: Der Geist von König Richard III.

Wer meint, es könne bei der Meisterschaft der Foxes nicht mit rechten Dingen zu gehen, darf sich jetzt bestätigt fühlen. Eigentlich ist nämlich nur ein Mann für den Erfolg verantwortlich: König Richard III. Zwar ist der englische Monarch schon seit über 500 Jahren tot, bei den Fans im King Power Stadium besteht aber kaum Zweifel an der "Hilfe von oben".

Im Jahr 2012 war das Skelett  des ehemaligen Königs in Leicester während Bauarbeiten unter einem Parkplatz entdeckt worden. Drei Jahre später wurde Richard schließlich in der Kathedrale von Leicester feierlich beigesetzt. Anschließend feierten Vardy und Co. mit sieben Siegen in den letzten acht Spielen noch den Klassenerhalt. Und die Serie hält an: Seit dem Begräbnis von King Richard III hat kein englischer Verein so oft gewonnen wie die Foxes. Es geschehen also noch Zeichen und Wunder.

Falk Velten

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