Der Mordverdacht gegen Mark de Jong, Trainer des niederländischen Profis Robin Haase, erhärtet sich immer mehr. Wie mehrere Online-Poker-Portale übereinstimmend berichten, hatte der 29-Jährige mehr als 60.000 Euro beim Anbieter PokerStars verloren - und angeblich 80.000 Euro Schulden bei seinem mutmaßlichen Opfer Koen Everink.
Der wohlhabende Unternehmer und Tennisfan habe de Jong demnach mit der Summe ausgeholfen, damit dieser in der Lage gewesen sei, seine Poker-Verluste aufzufangen. Dann habe Everink aber auf die schnelle Rückzahlung des Darlehens gedrängt und de Jong damit gedroht, seine Spielsucht öffentlich zu machen.
Laut "PokerNews" war de Jong in der niederländischen Poker-Community als schlechter, aber dennoch risikofreudiger Spieler bekannt. Er habe gerne und häufig um hohe Einsätze gezockt, Poker aber als reines Glücksspiel betrachtet. Wie "casino.org" unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet, sei de Jong am Rande der Australian Open im Januar in einem Kasino in Melbourne in zahlreiche Cash-Games verstrickt gewesen.
De Jong soll sich am 3. März mit Freunden in Everinks Haus in Bilthoven ein Fußballspiel im Fernsehen angeschaut haben. Everink war einen Tag später auf seinem Anwesen erstochen aufgefunden worden. De Jong wurde am Gründonnerstag auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol festgenommen. Er war gerade mit Haase vom Turnier in Indian Wells zurückgekehrt.



