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Schürrle: "Manchmal ist Fußball komisch"

André Schürrle (r.) feiert seinen Befreiungsschlag
André Schürrle (r.) feiert seinen Befreiungsschlag
Foto: © getty, Stuart Franklin
02. März 2016, 07:58

Als André Schürrle in der 87. Minute das Feld verließ, nahm er als erstes die Trainer-Assistenten und Coach Dieter Hecking in den Arm. Die Erleichterung war dem Nationalspieler deutlich anzusehen, während er strahlend von seinen drei Treffern beim 4:0 (1:0)-Sieg im Niedersachsen-Derby beim Bundesliga-Letzten Hannover 96 erzählte.

"Manchmal ist Fußball komisch", sagte Schürrle, der bei der Partie in Hannover mehr Tore für den VfL Wolfsburg erzielte als in den 33 Bundesligaspielen zuvor. Und der viel gescholtene Offensivspieler gab zu: "Das tut der Seele gut."

Mehrfach stümperte André Schürrle in der Anfangsphase des Spiels, köpfte unter anderem einen Ball unbedrängt ins Aus. Und Trainer Hecking erinnerte später noch an die neunte Minute: "Er hatte schon vorher eine Chance, wo er vorbeifliegt. Wenn er da energischer hingeht..."

Doch dann zeigte Schürrle plötzlich, warum er zum Kader des Weltmeisters gehört. Nach einem Pass von Julian Draxler nahm der bisher meist enttäuschenden VfL-Angreifer in der 36. Minute den Ball mit rechts mit und schoss ihn mit dem linken Fuß ins lange Eck des 96-Tores.

Und das war erst der Anfang. In der 59. und 62. Minute legte der 25 Jahre alte Angreifer nach. Er hätte sogar noch ein weiteres Tor sein können. Grinsend kommentierte Schürrle: "Das ist ärgerlich, es hätten auch vier sein können." Den Schlusspunkt setzte stattdessen Julian Draxler (69.)

Für die bisher auswärts oft enttäuschenden Wolfsburger "waren die drei Punkte bitter nötig", fand Schürrle. Mit dem Auswärtssieg hofft er nicht nur auf eine persönliche Wende, sondern auf eine für das ganze Team. Noch immer schielt der VfL auf einen Platz in der Champions League.

Für Hannover wird es hingegen immer schwerer, überhaupt in der 1. Liga zu bleiben. Nach dem Sieg in Stuttgart war das Debakel gegen den Nachbarn wieder ein herber Rückschlag. "Wir sind nachher ein bisschen kopflos angerannt", klagte 96-Trainer Thomas Schaaf: "Wolfsburg ist in der Lage, das zu nutzen." Zumindest dann, wenn Schürrle trifft.

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