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Stevens-Ausraster und Werder-Krise

Hoffenheims Trainer Huub Stevens zeigte sich nach dem 3:3-Unentschieden genervt
Hoffenheims Trainer Huub Stevens zeigte sich nach dem 3:3-Unentschieden genervt
Foto: © dpa
29. November 2015, 04:35

Die Frage, ob ihm die offensive Spielweise besser gefalle, passte Huub Stevens nach dem 3:3 von 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach so gar nicht.

Ausraster: Auf der Pressekonferenz fuhr der Niederländer aus der Haut und keifte gegen Journalisten ("Manchmal muss man draufhauen" und "Du bist es nicht wert"). Schon in den letzten Wochen hatte sich Stevens bei Fragen zur Defensivtaktik dünnhäutig gezeigt.

Erkenntnis: Egal, wie groß die Personalsorgen bei den Bayern auch sind, für die Bundesliga reicht es immer. Die Münchner spielen auch bei mehreren Ausfällen in einer eigenen Liga. Gegen die Hertha, bis dato immerhin Tabellenvierter, gelang beim 2:0 der 13. Sieg im 14. Spiel. 40 Punkte bedeuten Rekord. Die 21. Herbstmeisterschaft dürfte spätestens am nächsten Wochenende gesichert sein.

Frühstart: Bei neun Heimniederlagen im Jahr 2015 hatten die Fans von Hannover 96 oftmals nur wenig Grund zur Freude. Einige Anhänger der Niedersachsen dürften sich auch diesmal geärgert haben, wenn auch nicht über die Leistung beim tadellosen 4:0 gegen Ingolstadt. Aufgrund der scharfen Sicherheitskontrollen - elf Tage zuvor war das Länderspiel gegen die Niederlande im Zuge der Terrorgefahr abgesagt worden - verpassten viele Fans den Anpfiff und damit den besonderen Frühstart. Marcelo, Leon Andreasen und Kenan Karaman hatten nach 24 Minuten für die schnellste 3:0-Führung der Niedersachsen in ihrer Bundesliga-Geschichte gesorgt.

Spielverderber: Drei Jahre spielte Fabian Johnson für Hoffenheim. Im Kraichgau gelang ihm der Durchbruch in der Bundesliga, dort reifte er in 87 Liga-Spielen zum US-Nationalspieler. Seit Samstag haben die 1899-Fans Johnson weniger gut in Erinnerung. Mit zwei Toren für Borussia Mönchengladbach verhinderte er beim 3:3 den ersten Hoffenheimer Sieg nach über zwei Monaten.

Krise: Erst das 0:6 in Wolfsburg, nun das 1:3 im 103. Nordderby gegen den Erzrivalen Hamburger SV: Werder Bremen rutscht immer tiefer in die Krise. Mit nur 13 Punkten liegen die Grün-Weißen auf Platz 15, es droht mal wieder der Abstiegskampf. Eine Trainerdiskussion findet in Bremen aber (noch) nicht statt. "Die fange ich erst an, wenn etwas nicht stimmt. Das ist nicht so", sagte Manager Thomas Eichin.

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