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VfB: Auf Schaden folgt Spott

Die Gesten von Trainer Alex Zorniger und Youngster Philip Heise besagen alles: Der VfB befindet sich in einer Krise
Die Gesten von Trainer Alex Zorniger und Youngster Philip Heise besagen alles: Der VfB befindet sich in einer Krise
Foto: © getty, Alexander Hassenstein
22. November 2015, 10:52

Nach dem Debakel gegen den FC Augsburg waren die Spieler des VfB Stuttgart fix und fertig. Für ihre kaum zu erklärende Darbietung suchten sie erst gar nicht nach Entschuldigungen. Kapitän Christian Gentner sprach von "einer Katastrophe".

Florian Klein gestand: "Ich habe zum ersten Mal in dieser Saison das Empfinden, dass wir versagt haben." Auch Trainer Alexander Zorniger räumte nach dem desaströsen 0:4 (0:3) gegen das zuvor auswärts sieglose Schlusslicht der Fußball-Bundesliga ein: "Wir werden ein paar Tage brauchen, bis wir das aufgearbeitet haben." Sportvorstand Robin Dutt drohte eine schonungslose Analyse an: "Wir können nach so einem Spiel nicht sagen: Mund abwischen und weiter."

Es glich einem fußballerischen Offenbarungseid, wie sich der völlig verunsicherte und hilflose VfB in dem richtungsweisenden Kellerduell präsentierte. Egal ob Zweikampfverhalten, Stellungsspiel, Abstimmung oder das Umschalten von Abwehr auf Angriff - nichts klappte an diesem aus Stuttgarter Sicht rabenschwarzen Samstag.

Galgenhumor auf den Rängen

Die leidgeprüften VfB-Fans reagierten ironisch. "Oh wie ist das schön", sangen sie nach dem aussichtslosen 0:4-Rückstand und veräppelten ihre Idole bei jeder Ballberührung mit La-Ola-Wellen. Dies tat den gedemütigten Akteuren ebenso weh wie die Klatsche. "Dass nach so einer Leistung noch Hohn und Spott dazu kommen, ist schade. Das tut weh", klagte Daniel Schwaab.

Aber letztlich hatten sich die VfB-Akteure den Liebesentzug ihrer Anhänger selbst zuzuschreiben. Nicht nur bei den vier Gegentreffern präsentierte sich die überforderte Defensive stümperhaft. Alexander Esswein (11. Minute), Jan-Ingwer Callsen-Bracker (36.) und Ja-Cheol Koo (53.) hatten bei ihren Treffern keinerlei Gegenwehr. Ins Bild passte, dass Innenverteidiger Timo Baumgartl einen Distanzschuss Essweins ins eigene Tor abfälschte (17.). Und nach vorne lief ebenfalls nichts.

"Beschissene Situation"

Statt mit dem fest eingeplanten dritten Heimsieg hintereinander sich etwas aus der Gefahrenzone absetzen zu können, steckt Stuttgart nun noch tiefer im Abstiegskampf. "Es ist für uns alle eine beschissene Situation, da wieder unten drin zu stecken", stellte Schwaab fest.

Aber: Zorniger wollte noch nicht vom Kampf um den Klassenerhalt sprechen. Aber auch dem ratlos wirkenden Coach ist klar, dass in den vier ausstehenden Partien bis zur Winterpause ein Kraftakt nötig ist: "Wir müssen so viele Punkte wie möglich holen, damit wir nicht den Anschluss verlieren."

Fakt ist, dass der VfB in dieser Verfassung ein Abstiegskandidat ist. Mit 31 Gegentoren nach 13 Spieltagen entwickelt sich die amateurhafte Abwehr immer mehr zur Schießbude der Liga. Zornigers Hurra-Stil erwies sich auch gegen Augsburg als äußerst anfällig. Offensichtlich fehlt dem allenfalls durchschnittlichen Kader die Qualität, um dieses kräftezehrende, laufaufwendige und viel Spielintelligenz erfordernde System auch nur ansatzweise beherrschen zu können.

Die zuvor siebenmal in Serie sieglosen Augsburger hatten es gegen ihren Lieblingsgegner unerwartet leicht. "Stuttgart scheint ein gutes Pflaster für uns zu sein", sagte Coach Markus Weinzierl erleichtert nach dem sechsten Sieg gegen den VfB in Serie. "Nach unseren letzten Spielen war nicht zu erwarten, dass wir so dominant auftreten."

4. Spieltag
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FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
7
3
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
0
0
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Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
0
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
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Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
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1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
0
15:30
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
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FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
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Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
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RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
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FC Schalke 04
FC Schalke 04
Schalke 04
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SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
Elversberg
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SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
Paderborn
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#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern431014:21210
2SC FreiburgSC FreiburgFreiburg330010:199
3Borussia DortmundBorussia DortmundBVB33008:269
4FC AugsburgFC AugsburgAugsburg32109:367
5RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig32019:366
6SV 07 ElversbergSV 07 ElversbergElversberg32018:716
7Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen31118:534
81. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0531116:334
9Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt31117:8-14
10SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder31115:6-14
11FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 0431113:4-14
121. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln31115:7-24
13TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim31026:7-13
14VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart31026:8-23
15SC Paderborn 07SC Paderborn 07Paderborn30120:4-41
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#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenMichael Olise04
2Eintracht FrankfurtYounes Ebnoutalib03
FC AugsburgMichael Gregoritsch03
FC Bayern MünchenHarry Kane13
SV 07 ElversbergMaurice Krattenmacher03
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