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Dreierpack! Mit Kruse aus der Krise

Max Kruse schoss den VfL Wolfsburg mit einem Dreierpack zum Sieg gegen die TSG Hoffenheim
Max Kruse schoss den VfL Wolfsburg mit einem Dreierpack zum Sieg gegen die TSG Hoffenheim
Foto: © dpa
17. Oktober 2015, 17:30

Dreifach-Torschütze Max Kruse und ein starker Julian Draxler haben den VfL Wolfsburg aus der sportlichen Krise und zu einem 4:2 (2:1) gegen 1899 Hoffenheim geführt.

Nach zuvor vier sieglosen Pflichtspielen am Stück gewann der Pokalsieger durch Tore von Kruse (1. Minute/62./83.) und Bas Dost (7.) verdient, machte es aber unnötig spannend. Vor 28 148 Zuschauern hatten Jeremy Toljan (30.) und Jonathan Schmid (54.) für anfangs schwache Hoffenheimer zeitweilig noch ausgeglichen.

Durch den vierten Saisonsieg im neunten Spiel hat das Team von Trainer Dieter Hecking mit nun 15 Punkten wieder Anschluss an die Champions-League-Ränge gefunden. Hoffenheim dagegen wartet weiter auf den zweiten Saisonsieg und bleibt mit sechs Zählern im Tabellenkeller. Am Sonntag droht der Sturz auf einen Abstiegsrang.

Schwacher Beginn der Gäste

Die Gäste agierten zu Beginn seltsam emotionslos und schwach in den Zweikämpfen - sofern sie in diese überhaupt reinkamen. Vor allem Draxler bekamen sie anfangs nicht in den Griff. Der zuletzt nicht für die Nationalmannschaft nominierte ehemalige Schalker bereitete die ersten beiden VfL-Tore mustergültig vor und war auch sonst Dreh- und Angelpunkt bei den Niedersachsen.

Bereits nach 43 Sekunden wurde Hoffenheim erstmals überrannt. Nach einem langen Pass von Ricardo Rodriguez startete Draxler allerdings aus Abseitsposition, legte danach aber klasse auf seinen Nationalmannschaftskollegen Kruse ab, der per Abstauber sein erstes Tor für Wolfsburg erzielte. Hoffenheim war geschockt und Wolfsburg blieb am Drücker. Nur fünf Minuten später schlug Draxler eine gefühlvolle Flanke auf Dost, der sein sechstes Saisontor einnickte.

Wolfsburg schien alles andere als verunsichert angesichts der Diskussionen um eine mögliche Kürzung der finanziellen Mittel von VfL-Mutterkonzern Volkswagen wegen des dortigen Abgas-Skandals. Am Freitag hatte VW-Vorstand und VfL-Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz vor dem Abschlusstraining noch einmal zum Team gesprochen und versucht, die Spieler zu beruhigen. Scheinbar mit Erfolg.

Früh lief alles auf eine deutliche Pleite für 1899 hinaus, doch Gäste-Coach Markus Gisdol reagierte und nahm Rechtsverteidiger Pavel Kaderabek nach nur 21 Minuten vom Feld. Über die Seite des Tschechen hatte Draxler bis dahin nach Belieben gewirbelt. Toljan rückte auf die rechte Abwehrseite, danach wurde es für Hoffenheim besser.

Wölfe lange zu sorglos

Der 21-Jährige Toljan wurde gegen inzwischen zu sorglose Wolfsburger nach einer halben Stunde klasse von Kapitän Eugen Polanksi frei gespielt, lief alleine auf VfL-Keeper Diego Benaglio zu und vollstreckte zum Halbzeitstand. Auch nach der Pause war der VfL zunächst zu sorglos. Nach einem feinen Pass von Kevin Volland gelang Schmid im Nachfassen der Ausgleich - die Quittung für viel zu nachlässige Wolfsburger, die erst danach wieder aufwachten und im starken Kruse ihren Sieggarant hatten.

Eine knappe halbe Stunde vor dem Ende verwertete der frühere Gladbacher eine Vorlage von Luiz Gustavo. Wenige Minuten vor dem Ende drückte Kruse eine zentimetergenaue Flanke des eingewechselten André Schürrle zum leistungsgerechten Endstand über die Linie.

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